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Heidemann in IOC-Athletenkommission aufgenommen

Olympia Heidemann in IOC-Athletenkommission aufgenommen

Fechterin Britta Heidemann ist in die Athletenkommission des IOC gewählt worden. Die Olympiasiegerin bekam die meisten Stimmen aller 23 Kandidaten.

Britta Heidemann ist jetzt Mitglied in der Athletenkommission des IOC.

Quelle: Lukas Schulze

Rio de Janeiro. Der deutsche Sport ist weiter in der Athletenkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) vertreten. Olympiasiegerin Britta Heidemann ist bei den Spielen in Rio de Janeiro in das Gremium gewählt worden.

Die 33 Jahre alte Degen-Fechterin erhielt bei der Wahl 1603 Stimmen und erzielte damit das beste Resultat aller 23 Kandidaten. "Das freut mich natürlich sehr, die Unterstützung von den Athleten", sagte die Leverkusenerin bei der Bekanntgabe des Wahlergebnisses.

Von den 11 245 Olympia-Athleten hatten 5185 ihre Stimme abgegeben. Jeder durfte vier Kandidaten aus vier Sportarten wählen. Abgestimmt wurde im Zeitraum 24. Juli bis 17. August.

Britta Heidemann folgt ihrer früheren Teamkollegin Claudia Bokel nach, die nach acht Jahren ebenso wie Dae Sung Moon (Südkorea), Alexander Popow (Russland) und Yumilka Ruiz Luaces (Kuba) aus dem Gremium ausgeschieden ist. Bokel war Vorsitzende der Kommission und wurde von Eishockey-Olympiasiegerin Angela Ruggiero aus den USA abgelöst.

Neben Britta Heidemann wurden Tischtennis-Spieler Ryu Seung-min (1544) aus Südkorea, der ungarische Schwimmer Daniel Gyurta (1469) und Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa (1365) neu in die IOC-Athletenkommission gewählt. Die Weltrekordlerin durfte wegen des Olympia-Banns gegen alle russischen Leichtathleten aufgrund systematischen Staatsdopings nicht in Rio starten. "Das ist eine demokratische Wahl. Und offensichtlich hat sich gezeigt, dass die Athleten sich für sie entschieden haben", sagte Britta Heidemann.

Sie hatte in Rio de Janeiro einen dreiwöchigen Wahlkampf im Athletendorf geführt. "Mich hat interessiert, was die Athleten beschäftigt. Das kann ich jetzt hoffentlich mit in die Aufgabe nehmen, die ich jetzt haben werde", sagte sie. Dabei konnte ihr Claudia Bokel nicht helfen, diente aber als Vorbild. "Ich habe 2008 ihren Wahlkampf mitverfolgen können, wie sie mit einer Ausdauer im Dorf gestanden und auch mit den Athleten gesprochen hat. Das war erfolgreich. Da habe ich das einfach auch gemacht", erklärte Heidemann.

dpa

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