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Handball in Rio: Regeln, Teilnehmer, Favoriten

Olympia Handball in Rio: Regeln, Teilnehmer, Favoriten

Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro wird jeden Tag Handball gespielt. Männer und Frauen wechseln sich täglich ab. Wer nimmt teil, was ist neu, nach welchem Modus wird gespielt?

Rio de Janeiro. Am Samstag geht's los: Gastgeber Brasilien und Olympiasieger Norwegen eröffnen in Rio de Janeiro das olympische Handball-Turnier der Frauen. Einen Tag später starten die Männer in die Olympischen Spiele am Zuckerhut.

Frauen und Männer spielen bis zum 21. August im täglichen Wechsel. Doch wer nimmt überhaupt teil, was ist neu und nach welchem Modus wird gespielt? Wichtige Fragen zu den Handball-Turnieren.

Spielen deutsche Mannschaften mit?

Die Männer-Auswahl hat sich als Europameister direkt für Rio qualifiziert. Vor vier Jahren in London hatte erstmals keine deutsche Mannschaft teilgenommen. Die Frauen-Nationalmannschaft hatte durch das Achtelfinal-Aus bei der WM in Dänemark Olympia verpasst.

Welche olympischen Erfolge haben deutsche Mannschaften in der Vergangenheit gefeiert?

Männer-Teams gewannen 1936 (Feld) und 1980 Olympia-Gold, 1984 und 2004 jeweils Silber. Die Frauen haben noch keine olympische Medaille gewonnen.

Nach welchem Modus wird gespielt?

Der Modus für Männer und Frauen ist gleich. Es spielen zwölf Mannschaften in jeweils zwei Vorrundengruppen. Die ersten vier Teams jeder Staffel erreichen das Viertelfinale. Dort spielen die Gruppenersten gegen die Gruppenvierten und die Zweiten gegen die Dritten. Die Sieger ziehen in die Halbfinals ein. Deren Gewinner bestreiten das Finale, die Verlierer das Spiel um Platz drei.

Welche Mannschaften nehmen teil?

Bei den Männern Frankreich (Weltmeister), Brasilien (Gastgeber), Deutschland (Europameister), Katar (Sieger Qualifikationsturnier Asien), Ägypten (Afrikameister), Argentinien (Panamerika-Zweiter) sowie Polen, Tunesien, Schweden, Slowenien, Kroatien und Dänemark über Qualifikationsturniere.

Das Frauen-Turnier bestreiten Norwegen (Weltmeister), Brasilien (Gastgeber), Spanien (EM-Zweiter), Südkorea (Sieger Qualifikationsturnier Asien), Angola (Afrikameister), Argentinien (Panamerika-Zweiter) sowie Niederlande, Frankreich, Rumänien, Montenegro, Russland und Schweden über Qualifikationsturniere.

Wer sind die Favoriten?

Bei den Männern ist Frankreich der Top-Favorit. Der Olympiasieger von 2008 und 2012 hat im Vorfeld das stark besetzte EuroTournoi im heimischen Straßburg gewonnen. Zu den Medaillenanwärtern zählen auch Deutschland als Europameister sowie der EM-Dritte Kroatien und Dänemark. Nicht zu unterschätzen ist zudem der WM-Zweite Katar. Im Frauen-Turnier dürfte einmal mehr an Norwegen kein Weg vorbeiführen. Der Weltmeister hat schon 2008 und 2012 Olympia-Gold gewonnen. Hoch gehandelt wird auch der WM-Zweite Niederlande.

Was ist neu?

Fünf Monate vor Beginn hat der Weltverband IHF fünf neue Regeln eingeführt, die am 1. Juli in Kraft getreten sind. Diese sind zum Teil umstritten. In der grob vereinfachten Kurzfassung:

- es darf künftig mit einem siebten Feldspieler gespielt werden. Dieser ersetzt den Torwart und muss nicht kenntlich gemacht werden

- nach dem Handzeichen für passives Spiel können nur noch sechs Pässe gespielt werden

- werden verletzte Spieler behandelt, müssen sie für drei Angriffe ihrer Teams aussetzen

- grobe Regelverstöße in den letzten 30 Sekunden werden mit Rot und Siebenmeter bestraft

- als sichtbares Zeichen dafür, dass nach einer Roten Karte auch die Disziplinarkommission über eine Sperre entscheidet, wird eine Blaue Karte gezeigt

dpa

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