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Olympia 2016
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Gewehrschützen Brodmeier und Link ohne Medaille

Olympia Gewehrschützen Brodmeier und Link ohne Medaille

Der krönende Olympia-Abschluss blieb den deutschen Schützen verwehrt. Die Gewehrspezialisten Brodmeier und Link schrammen am Schlusstag der Schieß-Wettbewerbe knapp an den Medaillen vorbei.

Rio de Janeiro. Die Gewehrspezialisten Daniel Brodmeier und André Link haben das deutsche Schützenfest in Rio nicht mit einem weiteren Volltreffer krönen können.

In einem spannenden Finale im Dreistellungskampf mit dem Sportgewehr schrammten Brodmeier als Vierter und Link auf Rang fünf knapp an einer Medaille vorbei und konnten die erfolgreichste Bilanz des Deutschen Schützen-Bundes (DSB) in der Olympia-Geschichte nicht mehr ausbauen.

Gold ging mit 458,8 Ringen an den Italiener Niccolo Campriani, der damit seinen London-Triumph wiederholte. Zweiter wurde Sergej Kamenski aus Russland, Bronze holte der Franzose Alexis Raynaud. Die beiden Deutschen zeigten in der entscheidenden Phase dagegen Nerven.

Der 21 Jahre alte Link büßte seine Chancen durch eine 7,8 im Stehendanschlag ein. "Ich hatte keine Stabilität", räumte er selbstkritisch ein. Brodmeier, der zwischenzeitlich auf Platz drei lag, traf keinen seiner letzten drei Schüsse in die Zehn.

Dennoch war er nicht unzufrieden. "Der Frust ist heute nicht so groß. Ich habe einen soliden Wettkampf geschossen, bis auf den knieenden Anschlag", sagte er. Nach seinem enttäuschenden 37. Platz im Liegendwettbewerb war er mit einer Menge Wut im Bauch in seinen zweiten Olympia-Wettbewerb gegangen.

Im Vorkampf zeigte er vor allem im Stehendanschlag seine Qualitäten und zog mit 1177 Ringen als Zweiter ins Finale der besten Acht ein. Dort ging es schleppend los, ehe sich der 28-Jährige langsam nach vorne arbeitete. Am Ende reichte es nicht ganz für Edelmetall. "In London haben sich alle über meinen fünften Platz gefreut. Jetzt bin ich Vierter, und irgendwie ist es komisch angesichts der Erfolge meiner Teamkollegen", stellte er fest.

Immerhin gab es für den DSB in Rio dreimal Gold und zweimal Silber. "Das Ergebnis der Spiele zeigt, dass wir mit unseren Veränderungen nach den Spielen von London richtig gelegen haben. Wir haben jüngere Trainer eingestellt und 2013 in Potsdam beim Schützentag eine neue Satzung verabschiedet, die stärker auf den Leistungssport zugeschnitten ist", sagte DSB-Präsident Heinz-Helmut Fischer am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

dpa

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