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Olympia 2016
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Deutsche Ruderer verpassen reihenweise Finale

Olympia Deutsche Ruderer verpassen reihenweise Finale

Drei deutsche Boote hatten am Dienstag die Chance auf das Olympia-Finale der Ruderer - keines kam durch. Vor allem das Halbfinal-Aus für Hacker/Krüger ist bitter. Hacker brach nach seinem Rennen sogar zusammen.

Rio de Janeiro. Marcel Hacker und Stephan Krüger gingen über die körperlichen Grenzen hinaus und haben dennoch keine Chance mehr auf eine Ruder-Medaille in Rio.

Einen Tag, bevor die beiden Doppelvierer für mindestens einmal Gold sorgen sollen, konnte sich die Crew des Doppelzweiers nach der verpassten Qualifikation für das Olympia-Finale nicht mehr auf den Beinen halten und musste ärztlich versorgt werden. "Wir haben beide über unser menschliches Level gelebt, da hat der Körper einfach ausgeschaltet", berichtete Hacker vor der Abfahrt ins Olympische Dorf. Ob er bewusstlos gewesen sei, wisse er nicht.

Unmittelbar vor dem Zusammenbruch hatte der 39-Jährige bereits sichtlich entkräftet im ZDF seine Enttäuschung über Platz vier in wenige Worte gepackt. "Es hat hinten raus nicht gereicht für uns, wir haben beide unser Bestes gegeben. Es soll nicht sein dieses Jahr. Scheiße." 16 Jahre nach Bronze im Einer wollte er bei seinen fünften Spielen die zweite Olympia-Medaille holen. Eine weitere Chance wird es nicht geben. "Es wird definitiv kein kompletter Zyklus mehr werden", sagte er mit Blick auf Tokio 2020.

500 Meter vor dem Ziel hatten sich Hacker und sein fast zwölf Jahre jüngerer Schlagmann Krüger hinter Litauen und Italien auf den notwendigen dritten Rang gekämpft, mussten das französische Boot aber doch wieder überholen lassen. "Klar ist die Enttäuschung groß. Wir haben das Finale erhofft", berichtete Hacker.

Das unerwartete Halbfinal-Aus für das nach eigener Einschätzung als Medaillenanwärter angereiste Duo Hacker/Krüger war nicht die einzige schlechte Nachricht für den Deutschen Ruderverband. Auch der leichte Männer-Vierer und der Doppelzweier von Marie-Catherine Arnold und Mareike Adams schafften es nicht in den entscheidenden Wettkampf auf der Lagoa Rodrigo de Freitas.

"Die Vorbereitungszeit hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht", beklagte sich Arnold und kritisierte die erst im Mai beschlossene Umbesetzung. Statt im als Gold-Favorit gehandelten Doppelvierer zu fahren, musste sie den Platz mit Julia Lier tauschen und für Brasilien in den Doppelzweier wechseln. "Wie Marionetten" sei mit den Sportlerinnen umgegangen worden.

Bundestrainer Marcus Schwarzrock wollte auf die Kritik nicht groß eingehen. "Wir versuchen im Sinne des maximalen Erfolges zu handeln. Im Doppelvierer sind wir da auf einem guten Weg", sagte er und ergänzte mit Blick auf die beiden Finals am Mittwoch: "Wir wollen um die Medaillen mitfahren, bei den Frauen auch um Gold."

dpa

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