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Olympia 2016
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Deutsche Judokas starten schwach

Olympia Deutsche Judokas starten schwach

Drei deutsche Judokas traten am Wochenende bei Olympia an, dreimal reichte es maximal bis zum Achtelfinale. Die Enttäuschung bei den Athleten ist groß, doch die größten Medaillenhoffnungen kommen noch.

Rio de Janeiro. Nach dem enttäuschenden Olympia-Auftakt mit dem frühen Aus in drei leichten Gewichtsklassen ruhen die Hoffnungen der deutschen Judokas in Rio auf den schweren Athleten.

"Wir werden am Ende abrechnen. Bleiben wir mal gelassen, machen wir uns nicht verrückt, setzen die Athleten nicht unter Druck", sagte der Präsident des Deutschen Judo-Bundes, Peter Frese, am Sonntag. Zuvor waren mit Tobias Englmaier, Mareen Kräh und Sebastian Seidl alle drei deutschen Judokas bei den Olympischen Spielen am Wochenende in ihrem ersten oder zweiten Kampf gescheitert.

"Das ist sehr ärgerlich", sagte DJB-Vizepräsident Lutz Pitsch. "Aber die Erwartungen in den unteren Gewichtsklassen waren schon gedämpft, weil wir wissen, dass die Spitze da ganz eng ist und wir nicht die dominierenden Athleten haben." Die größten Medaillen-Chancen werden traditionell den schwereren Athleten um Karl-Richard Frey und Luise Malzahn eingeräumt, die erst Ende der Woche starten.

Olympiasiegerin bei den Frauen wurde Majlinda Kelmendi durch einen Finalsieg über Kräh-Bezwingerin Odette Giuffrida aus Italien. Kelmendi holte die erste Medaille für das Kosovo, kurz nach dem Kampf weinte sie Tränen der Freude. Bei den Männer sicherte sich der Italiener Fabio Basile Gold, er gewann gegen den Favoriten Baul An aus Südkorea mehr als dreieinhalb Minuten vor dem Ende durch Ippon. Basile hatte in der ersten Runden Seidl besiegt.

Die deutschen Judokas konzentrieren sich nun auf die verbliebenen zehn Gewichtsklassen. "Morgen ist ein neuer Tag und wir werden da bis zum Ende optimistisch bleiben", versprach Pitsch. Frese ergänzte: "Unsere Hoffnungen liegen natürlich auf den schweren Klassen."

Besonders enttäuschend verlief der Auftritt von Sebastian Seidl, der in der Klasse bis 66 Kilogramm schon in der ersten Runde gegen den Italiener Fabio Basile durch Ippon ausschied. "Das war einfach ein Blackout, das ist ein Jugendfehler, der ihm da passiert ist", urteilte Frese. Seidl selbst wollte sich nach dem Kampf nicht äußern.

Mareen Kräh erwischte am Sonntag in ihrer Klasse bis 52 Kilogramm einen guten Start, zeigte gegen die Weißrussin Darja Skripnik einen ganz starken Auftritt. Im Achtelfinale schied sie dann unglücklich gegen die Italienerin Odette Giuffrida aus. "Es ist natürlich schade, ich ärgere mich, weil es unnötig war", sagte Kräh. "Aber ich habe bis zur letzten Sekunde gekämpft und kann mir nichts vorwerfen."

Für den ersten deutschen Starter Tobias Englmaier war am Samstag ebenfalls in Runde zwei Schluss gewesen, er unterlag in der Klasse bis 60 Kilogramm dem Brasilianer Felipe Kitadai. "Ich bin verärgert, weil es wäre einfach drin gewesen. Das ist schade", sagte Englmaier.

dpa

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