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US-Leichtathleten glänzen bei Hallen-WM

Leichtathletik US-Leichtathleten glänzen bei Hallen-WM

Fünf Entscheidungen, vier Weltjahresbestleistungen, dreimal Gold für die USA: Der zweite Tag der Leichtathletik-Hallen-Weltmeisterschaften in Portland hatte es in sich. Die deutschen Starter waren allerdings nur Statisten.

Portland. Die US-Leichtathleten haben am zweiten Tag der Hallen-Weltmeisterschaften ihren Heimvorteil genutzt. Die Gastgeber gewannen in Portland/Oregon drei von fünf Titeln.

Alexandra Wester, Shooting-Star im Weitsprung, ging bei ihrer Premiere im deutschen Nationaltrikot leer aus. Olympiasiegerin Brittney Reese triumphierte in der Sandgrube mit starken 7,22 Metern.

Die Amerikanerin übertraf im letzten Versuch die führende Serbin Iwana Spanovic, die mit 7,07 Metern Silber gewann. Für Reese war es der dritte WM-Titel unterm Dach. "Die Sprünge waren großartig. Der Sieg bringt mich in eine gute Position für Rio", meinte Reese mit Blick auf die Olympischen Spiele.

Die deutsche Meisterin Wester, die mit der Weltjahresbestleistung von 6,95 Meter angereist war, wurde in dem hochkarätigen Wettbewerb mit 6,67 Metern nur Sechste. "Klar habe ich auch mal an eine Medaille gedacht, aber man muss realistisch bleiben: Es kann nicht die ganze Zeit steil bergauf gehen. So lief es ja für mich in diesem Winter bisher, aber irgendwann geht es wieder normal weiter", meinte die Kölnerin.

Trayvon Bromell sprintete über die 60 Meter zum Sieg. Der US-Amerikaner triumphierte in persönlicher Bestzeit von 6,47 Sekunden vor Asafa Powell (6,50 Sekunden). Der Jamaikaner war im Vorlauf und im Halbfinale mit 6,44 Sekunden noch Weltjahresbestzeit gerannt; dem früheren 100-Meter-Weltrekordler fehlten dabei nur fünf Hundertstel zum 17 Jahre alten Hallen-Weltrekord von Maurice Greene (USA). "Es war ein großartiges Rennen. Ich war nicht auf irgendeine Zeit fokussiert, sondern nur auf ein sauberes Rennen. Es war klar: Wer immer hier gewinnt, wird eine schnelle Zeit laufen", sagte Bromell.

In Abwesenheit des zweimaligen Freiluft-Weltmeisters David Storl (Leipzig) gewann der Neuseeländer Tomas Walsh mit in diesem Jahr noch unerreichten 21,78 Metern das Kugelstoßen. Der Sindelfinger Tobias Dahm wurde mit 20,22 Metern Achter. Eine weitere Goldmedaille für die Amerikaner gab es über 60 Meter Hürden der Frauen durch Titelverteidigerin Nia Ali.

Im Fünfkampf setzte sich die Kanadierin Brianne Theisen-Eaton durch. Die Ehefrau von Zehnkampf-Olympiasieger und Weltrekordhalter Ashton Eaton aus den USA lag vor dem abschließenden 800-Meter-Lauf noch 150 Punkte hinter der führenden Ukrainerin Anastasia Mochniuk sowie deren Landsfrau Alina Fjodorowa auf Platz drei. Durch ein starkes 800-Meter-Rennen, das sie in 2:09,99 Minuten gewann, nahm Theisen-Eaton Mochniuk jedoch mehr als 23 Sekunden ab und holte sich mit 4881 Punkten den Titel.

Erster Gratulant war ihr Ehemann, der nach vier Disziplinen des Siebenkampfes auf Goldkurs liegt. "In der vorletzten Runde rief mir Ashton zu, 'du hast Schmerzen, aber es wird nicht schlimmer. Du kannst gewinnen'", erzählte Theisen-Eaton. "Mir wurde gesagt, dass ich mit zehn Sekunden Vorsprung gewinnen muss. Letztlich war ich einfach froh, als es vorbei war. Ich hätte nicht schneller laufen können", meinte die 27-Jährige, die nach drei Silbermedaillen in der Halle und draußen erstmals Gold gewann.

dpa

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