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Speerwerfer begeistern beim Berliner ISTAF

Leichtathletik Speerwerfer begeistern beim Berliner ISTAF

Christina Obergföll sagt beim 75. ISTAF tschüss, ihr Speerwurf-Vereinskollege Johannes Vetter schlägt Olympiasieger Thomas Röhler. Diskus-Ass Robert Harting wird nach der Olympia-Enttäuschung zum Saisonschluss Dritter. Bruder Christoph ist krank und guckt zu.

Auch das Stabhochspringen war eines der Highlights des ISTAF.

Quelle: Gregor Fischer

Berlin. Mit doppeltem Siegerjubel und ein paar Abschiedstränen haben die deutschen Speerwurf-Asse beim ISTAF-Jubiläum für die emotionalen Höhepunkte gesorgt.

Christina Obergföll verabschiedete sich beim Berliner Leichtathletik-Klassiker mit einem souveränen Sieg von ihren Fans. Johannes Vetter - wie Obergföll von der LG Offenburg - gewann die hochkarätige Männer-Konkurrenz mit persönlicher Bestleistung von 89,57 Metern und stahl sogar Olympiasieger Thomas Röhler (Vierter mit 82,55 Metern) die Show.

In den 16 Disziplinen feierten die deutschen Athleten beim 75. Internationalen Stadionfest vier Heimsiege: Nach Obergföll und Vetter setzten sich auch Sprinthoffnung Gina Lückenkemper in 22,92 Sekunden über 200 Meter (22,92 Sekunden) und Europameisterin Cindy Roleder über 100 Meter Hürden in 12,65 Sekunden durch. "So eine Zeit zum Abschluss - das ist phänomenal", sagte die Leipzigerin unter dem Jubel der 44 500 Zuschauer im Olympiastadion.

Punkt 16.08 Uhr ließ Obergföll den 600 Gramm schweren Speer zum letzten Mal fliegen. Bei ihrem Anlauf standen ihre Kolleginnen Spalier. Ihre Schlussworte: "Echt geil." Ihren größten Karriere-Erfolg feierte sie 2013 mit WM-Gold in Moskau; 2008 war sie in Peking Olympia-Dritte, vier Jahre später holte sie in London Silber. Mit 35 Jahren geht sie nun. Kraftpaket Vetter gehört dagegen die Zukunft. "Jetzt wird erst mal nur die Angel in die Hand genommen", sagte der 23-Jährige nach dem Saisonfinale.

London-Olympiasieger Robert Harting beendete seine turbulente Saison versöhnlich als Dritter mit 63,23 Metern. Das Bruderduell im Diskusring fiel allerdings aus. Rio-Olympiasieger Christoph Harting musste auf einen Start bei seinem Heim-Meeting verzichten. Er kam aber als Zuschauer vorbei und grüßte seine Fans. "Die letzten Tage waren schwer, ich lag im Bett mit Fieber und Schüttelfrost. Ich bin in Rio krank geworden - das schleppe ich jetzt seit zwei Wochen mit mir rum", erkläre der 26-Jährige übers Stadionmikrofon. Den Sieg sicherte sich der Österreicher Lukas Weißhaidinger mit 66,00 Metern.

Enttäuscht verließ Kugelstoß-Welt- und Europameister David Storl die Arena. Der Sachse landete beim Überraschungssieg von Franck Elemba aus der Volksrepublik Kongo (20,66 Meter) wie im Olympia-Finale mit 20,15 Metern nur auf dem siebten Platz.

Die Olympia-Sechste Christina Schwanitz wurde beim Sieg von Michelle Carter (USA/19,68 Meter) mit 18,45 Metern Vierte mit der Kugel. Dreisprung-Europameister Max Hess fehlten 31 Zentimeter zum Sieg. Der Chemnitzer landete mit 16,70 hinter dem Amerikaner Chris Carter (17,01 Meter).

Beim letzten Europa-Auftritt seiner Karriere verpasste Lauflegende Bernard Lagat aus den USA den Sieg im 3000-Meter-Rennen nur knapp. Der schon 41 Jahre alte gebürtige Kenianer - 2007 Weltmeister über 1500 und 5000 Meter - musste sich in 7:43,63 Minuten nur dem Kenianer Augustine Choge um 63 Hundertstelsekunden geschlagen geben.

800-Meter-Läuferin Caster Semenya wurde vor sieben Jahren in Berlin überraschend Weltmeisterin. Nun setzte die Rio-Olympiasiegerin ihre stolze Siegesserie fort und gewann in starken 1:55,68 Minuten. Die letzte Niederlage der Südafrikanerin liegt schon ein Jahr zurück: Es war am 6. September 2015 - beim 74. ISTAF.

dpa

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