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Leichtathleten wollen gegen Anti-Doping-Gesetz klagen

Leichtathletik Leichtathleten wollen gegen Anti-Doping-Gesetz klagen

Deutsche Leichtathleten wollen das inzwischen in Kraft getretene Anti-Doping-Gesetz laut einem Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" in seiner jetzigen Form nicht hinnehmen.

Berlin. "Wir werden vor das Bundesverfassungsgericht ziehen", sagte Diskuswerferin Nadine Müller dem in Halle erscheinenden Blatt. Auch die frühere Hammerwurf-Weltmeisterin Betty Heidler und Diskus-Olympiasieger Robert Harting haben bereits Bedenken gegen das Gesetz geäußert.

Sie fürchten durch die darin enthaltene uneingeschränkte Besitzstrafbarkeit, sich trotz Fehlens jeder Dopingabsicht strafbar zu machen. Ein unschuldiger Athlet stehe durch die Beweislastumkehr im Verfahren vor einem Sportgericht praktisch vor der unlösbaren Aufgabe, seine Unschuld zu beweisen. Auch mache das Gesetz deutsche Sportler anfälliger, Opfer von rachsüchtigen Konkurrenten zu werden.

Durch das Gesetz müssen Spitzenathleten, die zu Doping-Mitteln greifen, nicht nur Wettkampfsperren, sondern ebenso Gefängnisstrafen fürchten. Die Sanktionen schließen eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren ein. Hintermänner müssen in besonders schweren Fällen sogar mit bis zu zehn Jahren Haft rechnen.

dpa

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