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Europas Leichtathletik-Verband begrüßt Aden-Festnahme

Leichtathletik Europas Leichtathletik-Verband begrüßt Aden-Festnahme

Der Weltverband der Leichtathleten macht im Kampf gegen das Doping ernst. Die IAAF gab den Anstoß zur Festnahme des Dibaba-Trainers. Drei Tage vor der Polizeiaktion in Spanien hatte der Verband die Sperre für Russlands Leichtathleten verlängert.

Barcelona. Der Europäische Leichtathletik-Verband (EAA) hat die Festnahme des Trainers Jama Aden bei einer Anti-Doping-Aktion in Spanien begrüßt. "Dies ist das tolle Resultat einer neuen Ära, die im Weltverband IAAF angebrochen ist", betonte der EAA-Präsident Svein Arne Hansen.

"Es liegt im Interesse von uns allen, diejenigen auszuschließen, die zu betrügen versuchen."

Die Polizeiaktion in Sabadell bei Barcelona war das Ergebnis einer langen Untersuchung der IAAF gewesen. Die Ermittlungen hätten 2013 in enger Zusammenarbeit mit Interpol und den spanischen Behörden sowie der Nationalen Anti-Doping Agentur des Landes begonnen, teilte die IAAF mit. Der Weltverband hatte die Sperre für russische Leichtathleten verlängert und diese damit von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ausgeschlossen.

"Die IAAF wird alle möglichen Ressourcen nutzen, um die sauberen Athleten und die Integrität des Sports zu schützen", hieß es in der IAAF-Mitteilung. "Dies schließt Ermittlungen gegen einzelne Personen und Trainer ein, die beabsichtigen, Athleten verbotene Mittel anzubieten."

Bei der Polizeiaktion in Spanien waren der aus Somalia stammende Trainer Jama Aden und ein marokkanischer Assistent festgenommen worden. Der 53-jährige Aden steht im Verdacht, einigen seiner Athleten Dopingmittel beschafft zu haben. Zudem gab es eine dritte Festnahme. Wie aus Polizeikreisen verlautete, handelte es sich dabei um den 800-Meter-Läufer Musaeb Abdulrahman Balla, der aus dem Sudan stammt und für Katar startet.

Bei der Durchsuchung einer Unterkunft von 27 Aden-Schützlingen in Sabadell waren nach Angaben des katalanischen Innenministers Jordi Jané Dopingmittel und Spritzen sichergestellt worden. Die Namen betroffener Leichtathleten wurden nicht genannt.

Zu den Schützlingen von Aden sollen spanischen Medienberichten zufolge die äthiopische 1500-Meter-Weltrekordlerin Genzebe Dibaba und der Mittelstreckler Ayanleh Souleiman (Dschibuti), Hallen-Weltmeister über 1500 Meter von 2014, gehören.

dpa

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