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Turnier um Europas Handball-Thron in Köln

Handball Turnier um Europas Handball-Thron in Köln

Alle Jahre wieder: Die besten vier Handball-Clubs spielen in Köln um den Sieg in der Champions League. Ein Dauergast, ein Neuling, viel Geld und deutsche Teams sind immer dabei.

Köln. Vier Clubs, zwei Tage, ein Ziel: In Köln spielen am Samstag und Sonntag beim Endrunden-Turnier der Champions League die besten Clubs um Europas Handball-Thron.

Der THW Kiel, Paris St. Germain (Frankreich), MVM Veszprem (Ungarn) und KS Vive Kielce (Polen) ermitteln beim Final4 den Nachfolger des entthronten Titelverteidigers FC Barcelona.

TURNIER 2016: Zum siebten Mal findet das Endrunden-Turnier der Champions League in Köln statt. Im ersten Halbfinale am Samstag (15.15 Uhr) stehen sich KS Vive Kielce und Paris St. Germain gegenüber. Im zweiten Semifinale (18.00 Uhr) spielt der THW Kiel wie im Vorjahr gegen MVM Veszprem. Das Spiel um Platz drei bestreiten am Sonntag (15.15 Uhr) die Halbfinal-Verlierer. Das Finale um die wertvollste Club-Trophäe wird dann um 18.00 Uhr angepfiffen.

FANS: Ein große Eröffnungsfeier läutet das Ereignis ein. Am Freitag startet um 18.00 Uhr vor der Lanxess-Arena das große Fanfest. Für sieben Euro Eintrittsgeld werden ein Konzert der Gruppe Bläck Fööss, die offizielle Teampräsentation, jede Menge Unterhaltung sowie zum Abschluss ein Feuerwerk geboten. An beiden Tagen ist die Arena mit 20 000 Zuschauern ausverkauft. Am Samstag beginnt schon der Vorverkauf für 2017: Die Tickets kosten zwischen 345 Euro (Premium) und 75 Euro (Kategorie 4).

DAUERBRENNER: Seit dem ersten Final4 zum Abschluss der Saison 2009/2010 waren immer deutsche Mannschaften dabei. Rekordhalter ist der THW Kiel, der in diesem Jahr zum sechsten Mal teilnimmt.

HÄUFIGSTE SIEGER: Seit Einführung des Final4 haben der THW Kiel und der FC Barcelona je zweimal gewonnen. Rekordsieger ist Barcelona mit acht Titeln seit der Umbenennung des Europapokals der Landesmeister (1993/1994) in Champions League. Beste Nation ist Spanien (14 Titel) vor Deutschland (6) - neben Kiel der SC Magdeburg, der HSV Hamburg und die SG Flensburg-Handewitt.

PREMIEREN: Erstmals findet das Endrunden-Turnier ohne spanische Mannschaft statt. Titelverteidiger FC Barcelona scheiterte als letzter Club der Liga Asobal im Viertelfinale am THW Kiel. Erstmaliger Teilnehmer in Köln ist Paris St. Germain. Frankreichs Meister ist das insgesamt zwölfte Team, das sich seit der Premiere des Final4 für das Turnier qualifiziert hat. Als erste deutsche Schiedsrichter pfeifen Lars Geipel und Marcus Helbig in Köln. Sie leiten das erste Halbfinale.

GELD: Noch nie gab es soviel Geld in der Champions League. 3,46 Millionen Euro werden an die insgesamt 28 Clubs ab der Gruppenphase ausgeschüttet. Allein der Sieger bekommt 500 000 Euro statt wie bisher 350 000 Euro. Zum Vergleich: Der THW Kiel kassierte 2007 als Champions-League-Sieger inklusive aller Runden nur 515 000 Euro.

KRITIK: Das Final4 in Köln ist eine Erfolgsgeschichte, aber trotzdem nicht unumstritten. Zahlreiche Mannschaften monieren seit Jahren einen Heimvorteil für deutsche Teams. In den bisherigen sechs Auflagen gewannen viermal deutsche Mannschaften, zweimal der FC Barcelona. Die deutsche Bundesliga lobt das Event als großartig und professionell, wünscht sich aber - auch wegen der Konkurrenz zum eigenen Final Four um den DHB-Pokal in Hamburg - einen Standortwechsel innerhalb Europas. Begründet wird dies mit der Verantwortung der Europäischen Handball-Föderation (EHF), den Handball weiter zu verbreiten und andere Märkte zu erschließen. "Das Final4 in Köln hat sich durchgesetzt als Event", sagt Martin Schwalb, kann sich aber einen anderen Standort durchaus vorstellen. Köln steht bereits bis 2020 als Gastgeber fest.

dpa

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