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THW Kiel wirft Cup-Sieger raus - Gislason: "Unfassbar"

Handball THW Kiel wirft Cup-Sieger raus - Gislason: "Unfassbar"

Das hatte kaum einer für möglich gehalten: Der THW Kiel warf den FC Barcelona aus der Champions League. Ende Mai geht es in Köln um den Titel. THW-Trainer Gislason hat einen klaren Favoriten.

Barcelona. In der Meisterschaft mit Schwächen, in der Champions League bärenstark: Handball-Rekordmeister THW Kiel hat Cup-Verteidiger FC Barcelona im Viertelfinale aus Europas Königsklasse geworfen und zog zum fünften Mal in Serie in das Endrundenturnier Final 4 in Köln ein.

"Unfassbar", sagte Trainer Alfred Gislason und bekannte: "Ich bin stolz auf meine Jungs." Der THW hatte in Barcelona zwar mit 30:33 verloren, das Hinspiel eine Woche zuvor in heimischer Halle aber mit 29:24 gewonnen und sich damit in der Addition beider Begegnungen (59:57) durchgesetzt.

Die Kieler haben ein Abonnement auf das Final 4. Bei den sieben Turnieren seit Bestehen der Vierer-Endrunde in der 19 500 Zuschauer fassenden Kölner Lanxess-Arena waren sie sechsmal dabei. Nur 2011 mussten sie zuschauen, wie der FC Barcelona einen seiner neun Titel eroberte sowie der HSV Hamburg und die Rhein-Neckar Löwen die deutschen Vertreter waren.

"Final 4 - das ist die schönste Handball-Veranstaltung der Welt", meinte Gislason, dessen Team in Köln zweimal die Trophäe gewann. Wie im Vorjahr warten auch diesmal Polens Meister KS Kielce und Ungarns Titelträger MKB Veszprem auf ihn. Komplettiert wird das Feld mit großer Wahrscheinlichkeit durch Paris St. Germain, das schon das Hinspiel bei RK Zagreb klar gewonnen hatte. "Favoriten sind andere", meinte Gislason. Ursprünglich war das für ihn Titelverteidiger Barcelona. Nun legt er sich auf Paris fest.

Der dreimalige Champions-League-Gewinner THW (2007, 2010, 2012) durchlebte im Tollhaus Palau Blaugrana von Barcelona die ganze Bandbreite der Gefühlsskala. Souveräne Startphase mit 4:1-Zwischenstand, knappe Führung der Gastgeber mit einem Tor, beeindruckender Beginn in zweiter Halbzeit mit 18:14-Vorsprung, Einbruch und Rückfall auf 26:31 fünf Minuten vor Schluss, Gleichstand nach Toren aus Hin- und Rückspiel und Barcelona, Riesenparaden von Niklas Landin im THW-Tor und drei aufeinanderfolgende Treffer des THW-Spaniers Joan Canellas - der Rest war ein schwarz-weißer Freudentaumel.

Die Kieler haben damit die deutsche Handball-Ehre gerettet. Noch nie gab es das Vierer-Turnier ohne deutsche Beteiligung. Nachdem Bundesliga-Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen bereits im Achtelfinale ausgeschieden und die SG Flensburg-Handewitt im Viertelfinale hängengeblieben war, mussten die Kieler die Heim-Rolle übernehmen.

Die Auslosung für das Final 4 erfolgt am Dienstag (12.00 Uhr) in Köln. Die Mannschaft erfährt erst später, gegen wen sie im Halbfinale ran muss. Trainer Alfred Gislason hat zeitgleich Training angesetzt. Ganz nach dem Motto: Von nix kommt nix.

dpa

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