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Supercup wichtiger Gradmesser für deutsche Handballer

Handball Supercup wichtiger Gradmesser für deutsche Handballer

Auf dem Weg zur EM in Polen und zu den Olympischen Spielen in Rio sollen die beiden Kieler Rune Dahmke und Christian Dissinger helfen. Bundestrainer Dagur Sigurdsson berief beide in seinen 21er-Kader für ein Vorbereitungsturnier in Norddeutschland.

Hamburg. Bundestrainer Dagur Sigurdsson und die deutsche Handball-Nationalmannschaft stehen 2016 vor großen Aufgaben: EM in Polen, Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele und dann vielleicht die Spiele in Rio de Janeiro selbst.

Ein wichtiger Gradmesser auf dem Weg ist der Supercup, bei dem die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) vom 6. bis 8. November in Flensburg, Hamburg und Kiel auf Brasilien, Serbien und Slowenien trifft. Bei einer Pressekonferenz in Hamburg gab Sigurdsson seinen 21er-Kader bekannt.

Neu im DHB-Aufgebot ist Rune Dahmke von Rekordmeister THW Kiel. "Beim THW hat Rune große Spielanteile bekommen und gute Leistungen gezeigt. Wir wollen ihn im Umfeld der Nationalmannschaft besser kennenlernen", sagte Sigurdsson über den 22 Jahre alten Linksaußen der "Zebras".

Zurück im Kreis der Nationalmannschaft ist Dahmkes Kieler Mannschaftskamerad Christian Dissinger. Der 23-Jährige hatte 2013 in der DHB-Auswahl debütiert, war aber durch einen zweiten Kreuzbandriss zurückgeworfen worden. Nach dem Ausfall von Paul Drux (Füchse Berlin/Schulterverletzung) rückte Dissinger wieder in den Fokus. Sigurdsson: "Christian hat gerade in den vergangenen Wochen gezeigt, dass er immer besser in Schwung kommt." Für den verletzten Kreisläufer Patrick Wiencek (Kiel/Kreuzbandriss) berief der Isländer Manuel Späth von Frisch Auf Göppingen.

Von einem Probelauf wollte Sigurdsson in Zusammenhang mit dem Viererturnier in Norddeutschland nicht sprechen. "Ich mag das Wort nicht. Länderspiele sind keine Probeläufe. Wir wollen diese Partien gewinnen, denn Siege sind die beste Vorbereitung."

Seinen Kader für den Supercup zieht der Bundestrainer am 2. November in Kiel zusammen. "Durch die drei Spiele in drei Tagen ist die Belastung sehr groß", sagte Sigurdsson, der durch Rotation die Strapazen auf viele Schultern verteilen will und deshalb 21 anstatt 16 Akteure nominierte.

Für die EM vom 15. bis 31. Januar in Polen, bei der Deutschland in der Vorrunde auf Spanien, Schweden und Slowenien trifft, will Sigurdsson im Vorfeld 28 Spieler berufen und dann mit 16 Aktiven antreten.

Das Aufgebot:

Tor: Silvio Heinevetter (Füchse Berlin), Carsten Lichtlein (VfL Gummersbach), Andreas Wolff (HSG Wetzlar)

Feld: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), Rune Dahmke (THW Kiel), Christian Dissinger (THW Kiel), Steffen Fäth (HSG Wetzlar), Finn Lemke (SC Magdeburg), Stefan Kneer (Rhein-Neckar Löwen), Niclas Pieczkowski (TuS N-Lübbecke), Martin Strobel (HBW Balingen-Weilstetten), Simon Ernst (VfL Gummersbach, Steffen Weinhold (THW Kiel), Fabian Wiede (Füchse Berlin), Michael Müller (MT Melsungen), Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Tobias Reichmann (KS Kielce), Hendrik Pekeler (Rhein-Neckar Löwen), Erik Schmidt (TSV Hannover-Burgdorf), Evgeni Pevnov (VfL Gummersbach), Manuel Späth (Frisch Auf Göppingen)

dpa

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