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Sensationeller WM-Sieg der Füchse Berlin

Handball Sensationeller WM-Sieg der Füchse Berlin

Der WM-Titel im Club-Handball kommt für die Füchse Berlin völlig unerwartet. Umso größer ist die Freude bei den Spielern und Verantwortlichen. Es fehlt freilich die Zeit, den Erfolg zu genießen. Die kommenden Pflichten drängen.

Deutsche Presse-Agentur dpa

Berlin. Die kommende Aufgabe in der Handball-Bundesliga musste nach dem Sensations-Sieg der Füchse Berlin bei der Club-WM in Doha erstmal hinten anstehen.

"Direkt nach dem Spiel konnten wir natürlich nicht wirklich von Fokussierung auf Eisenach sprechen, denn damit hätten wir nach diesem einzigartigen Triumph keinen erreicht", erklärte Sportkoordinator Volker Zerbe. Schon am Freitag saßen die Berliner im Flieger zurück nach Deutschland, denn am Samstag müssen die Füchse beim Liga-Aufsteiger ThSV Eisenach ran.

Beim EHF-Pokalsieger hätte niemand damit gerechnet, die Heimreise mit dem zweiten internationalen Titel innerhalb eines Jahres anzutreten. "Dass wir als Underdogs gegen namhafte Teams wie Barcelona und Veszprém aus der Champions League gewinnen, hatte keiner erwartet. Am wenigsten wir selbst", befand Füchse-Präsident Frank Steffel. Und der sonst um keinen Kommentar verlegene Manager Bob Hanning musste einräumen: "Nach 10 Jahren fehlen mir zum ersten Mal die Worte. Das ist wirklich unglaublich." Allerdings: Sportlich gilt der WM-Titel trotz namhafter Teams als wenig prestigeträchtig.

Erst der Halbfinalsieg gegen Champions-League-Sieger FC Barcelona und zwei Tage später der 28:27-Erfolg nach Verlängerung im Finale des Super Globe gegen das ungarische Spitzenteam KC Veszprém - ein solcher Coup wird den Füchsen wohl nicht mehr gelingen. "Ich habe gedacht, ich schlafe noch", sagte Rückraumspieler Drago Vukovic. Mit großem Willen und Moral hielt die Berliner auch ein Zwei-Torerückstand in der Extra-Zeit nicht auf. "Es war ein tierisch gutes Spiel von uns", lobte Zerbe.

Der Erfolg in Katar zahlt sich auch aus. "Dieser Titel ist nicht nur für unser finanzielles Polster gut. Er zeigt auch sportlich, dass sich das Team unter dem neuen Trainer bereits sehr gut eingespielt hat", erklärte Steffel. Die zur neuen Saison stark umgebaute Mannschaft und ihr neuer Trainer Erlingur Richardsson bescherten dem Club ein Preisgeld von 400 000 Dollar. Angesichts des noch immer fehlenden Hauptsponsors kommt der Geldsegen gerade recht.

Im Liga-Alltag soll sich der WM-Sieg ebenfalls bemerkbar machen. "Wir wollen den positiven Schwung dieses sensationellen Erfolges nutzen, um auch in der Bundesliga weiter zu punkten", meinte Zerbe. Dort gewannen die Berliner nach dem verpatzten Ligastart zuletzt zweimal nacheinander.

dpa

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