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SC Magdeburg will über DHB-Pokal in den Europacup

Handball SC Magdeburg will über DHB-Pokal in den Europacup

Im Duell zweier Außenseiter ist der SC Magdeburg im DHB-Pokal der Favorit. Schon ein Sieg gegen den Bergischen HC reicht, um wieder in den Europacup zu kommen. Eine mäßige Saison hätte dann einen versöhnlichen Höhepunkt.

Magdeburg. In der Meisterschaft unter ferner liefen, im EHF-Cup Knockout im Viertelfinale - doch mit nur einem Sieg ist für den SC Magdeburg die verkorkste Saison gerettet.

Dank Losglück und günstiger Konstellation reicht dem Tabellenzehnten der Handball-Bundesliga am Samstag im Halbfinale des DHB-Pokals schon ein Erfolg zur erneuten Qualifikation für den Europacup. Im Duell der Außenseiter beim Final-Four-Turnier in Hamburg ist der Vorjahresfinalist gegen den abstiegsbedrohten Bergischen HC der Favorit. "Wir haben die Chance, in Hamburg was Großes zu machen", sagte Trainer Bennet Wiegert.

Da ist es egal, ob Bundesliga-Primus Rhein-Neckar Löwen oder Verfolger SG Flensburg-Handewitt aus dem ersten Halbfinale ins Endspiel am Sonntag einzieht. Weil sich beide Mannschaften mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder für die Champions League qualifizieren, holt der andere DHB-Pokal-Finalist den begehrten internationalen Startplatz.

Nur drei Tage nach dem niederschmetternden Viertelfinal-Aus im EHF-Pokal ist für den SC Magdeburg die Partie gegen den Bundesliga-15. ein Alles-oder-nichts-Spiel. "Nach dem Ausscheiden bei der Chance auf einen Titel ist das Spiel gegen den Bergischen HC jetzt noch bedeutender geworden", sagte Wiegert. Während er und seine Spieler noch dem verpassten Europacup-Halbfinale nachtrauerten, formulierte Club-Chef Dirk Roswandowicz forsch die Vorgabe: "Wir werden das Spiel gegen den Bergischen HC gewinnen. Wir sind der SCM."

Doch dass allein ein demonstratives Selbstvertrauen keine Erfolge garantiert, erleben die Magdeburger in dieser Saison. Nach Platz vier im Vorjahr und dem erst im Endspiel nach Siebenmeterwerfen verpassten DHB-Pokalsieg gegen Flensburg wollte der erste deutsche Champions-League-Sieger in dieser Spielzeit den Top 3 der Liga Paroli bieten. Stattdessen dümpelt der Traditionsclub im Niemandsland der Tabelle unmittelbar vor Aufsteiger SC DHfK Leipzig dahin. Trainer Geir Sveinsson musste im Dezember gehen und wurde durch Wiegert ersetzt, der aber bislang auch noch keine Wende einleiten konnte.

Da kam der Europacup-K.o. gegen Frisch Auf Göppingen wie ein weiterer Tiefschlag. "Wir haben uns daran hochgehangelt an diesen Großzielen. In einer mittelmäßigen Saison zu wissen, wir sind noch in zwei Wettbewerben, wo wir vielleicht das Maximale erreichen können", sagte Wiegert. Geblieben ist als letzte Chance Hamburg.

Der 34 Jahre alte Jung-Coach hat alles auf dieses eine Spiel gegen den Bergischen HC ausgerichtet. "Die Jungs sind so trainiert, dass wir auch das Wochenende von der Physis her erfolgreich sein können", sagte er. Nur der Kopf müsse auch mitspielen. Dafür ist er als Motivator gefordert: "Ich habe den Ansatz gewählt: Bitte nehmt diese Schmerzen mit. Dieses Gefühl im Bauch, als ob es einen innerlich zerreißt. Nehmt das alles mit und wollt das am Wochenende bitte nicht noch einmal erleben."

dpa

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