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Kiel gegen Flensburg: Ewiges Duell unter Strom

Handball Kiel gegen Flensburg: Ewiges Duell unter Strom

Die norddeutschen Handball-Top-Teams Flensburg und Kiel spielen ein Derby nach dem anderen. Am Samstag ist die Champions League an der Reihe. Vorteil THW. In der Bundesliga hatte aber zuletzt Flensburg die Nase vorn.

Kiel. Und ewig grüßt der THW. Die SG Flensburg-Handewitt muss sich wie in einer Zeitschleife vorkommen. Schon wieder hat es der Tabellenvierte der Handball-Bundesliga mit dem Nordrivalen THW Kiel zu tun. Diesmal am Samstag in der Champions League.

Vor 27 Tagen liefen sich beide in der Bundesliga über den Weg, vor 45 Tagen im Supercup. Nun treffen sich die Erzrivalen zum 85. Mal. 52 Spiele gewann der THW, 28 die SG, vier endeten remis.

Auf Dauer wird es langweilig, ließe sich vermuten. "Überhaupt nicht", widerspricht Dirk Schmäschke, Geschäftsführer der SG Flensburg-Handewitt. "Das sind die interessantesten Spiele. Bei diesen Duellen stehen alle unter Strom: Spieler, Trainer und Zuschauer." Auch die Kieler freuen sich auf die Derbys. "Da sind so richtig Emotionen drin", sagt THW-Trainer Alfred Gislason.

Fünf Derbys sind in dieser Saison das Mindestmaß, weitere Aufeinandertreffen sind in DHB-Pokal und Champions-League- Viertelfinale möglich. Das Nordderby ließe sich so auf acht Duelle in diesem Spieljahr ausweiten. Die aktuelle Bilanz verheißt Höchstspannung. Im Supercup am 19. August hatte der THW mit 27:26 gewonnen, zweieinhalb Wochen später in der Bundesliga setzten sich die Flensburger mit 30:25 durch.

Dass sich die deutschen Top-Teams schon in der Vorrunde der Königsklasse treffen, ist ungewöhnlich. Der neue Modus mit zwei aufgewerteten Top-Gruppen macht es möglich. "Endgültig bewerten können wir den neuen Spielmodus noch nicht. Aber die Belastung ist für die deutschen Vereine deutlich höher", sagt Schmäschke. Vier Spiele mehr als in der Vorsaison wurden den Teams in den ohnehin prall gefüllten Terminkalender gepresst.

"Bis Weihnachten haben wir jeden dritten Tag ein Spiel. Wir haben keine längeren Regenerationsphasen mehr, nur englische Wochen", klagt Schmäschke. Die Spieler müssten zum Teil über ihre Belastungsgrenze gehen. In der Hinrunde des Vorjahres seien es so viele Termine gewesen, "das haben wir nicht verkraftet".

Fährt die SG zum THW, ist sie nicht Favorit. Das wird am Samstag nicht anders sein. "Kiel ist immer eine Macht. Aber wir werden uns dort nicht verstecken", sagte der SG-Geschäftsführer. Die Generalprobe haben beide Teams bestanden. In der Bundesliga am Mittwoch fertigten die Flensburger Aufsteiger TVB Stuttgart mit 34:19 ab, der THW gewann gegen den Bergischen HC mit 38:29.

Die Kieler haben die heimische Sparkassen-Arena in der Champions League zur Festung ausgebaut. Seit Oktober 2011 ging keines der Heimspiele verloren. Doch Schmäschke weiß: "Irgendwann sind wir mal wieder dran."

dpa

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