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Hintergrund: Die geplanten neuen Handball-Regeln

Handball Hintergrund: Die geplanten neuen Handball-Regeln

Künftig muss ein siebter Feldspieler nicht mehr mit einem andersfarbigen Trikot oder Leibchen als Torwart gekennzeichnet sein. Dann darf er oder sie aber auch nicht mehr Torwart sein und zum Beispiel den Sechs-Meter-Raum betreten.

Berlin. orwart gekennzeichnet sein. Dann darf er oder sie aber auch nicht mehr Torwart sein und zum Beispiel den Sechs-Meter-Raum betreten. Es ist allerdings weiterhin erlaubt, einen siebten Feldspieler als "Ersatz-Torwart" zu kennzeichnen, der dann auch in der Abwehr den Torraum betreten darf.

Verletzte Spieler:

Um Schauspielerei und Verletzungsunterbrechungen einzudämmen, soll die Zahl der Behandlungen auf dem Feld reduziert werden. Nur in berechtigten Fällen dürfen Ärzte und Physiotherapeuten aufs Feld. Wird er dort behandelt, muss der verletzte Spieler drei Angriffe seines Teams auf der Bank pausieren. Für ihn kann ein anderer Spieler aufs Feld. Betritt der Spieler das Feld früher, erhält er/sie eine Zwei-Minuten-Strafe wegen falschen Wechsels. Ausgenommen davon sind zwei Fälle: Erstens Behandlungen von Torhütern nach Kopftreffern und zweitens, wenn der Gegenspieler nach einem Foul eine Bestrafung erhält, darf der Spieler/die Spielerin auf dem Feld bleiben.

Passives Spiel/Zeitspiel:

Wenn die Schiedsrichter das Zeichen für Zeitspiel geben, darf die angreifende Mannschaft noch sechs Pässe spielen, bevor abgepfiffen wird und der Gegner den Ball erhält. Diese sechs Pässe werden auch dann nicht unterbrochen, wenn die gegnerische Mannschaft einen Wurf abgeblockt hat oder die Angreifer einen Freiwurf erhalten.

Besondere Regelungen für die letzten 30 Sekunden:

Bereits in der Männer- und Frauen-Bundesliga wird seit dieser Saison die Neuregelung umgesetzt, die Fouls in den letzten 30 Sekunden betrifft - und nicht, wie 2010 von der IHF beschlossen, in der letzten Spielminute. Begeht ein Abwehrspieler in diesem Zeitraum eine grobe Regelwidrigkeit oder blockiert zum Beispiel einen Anwurf oder Freiwurf, erhält er/sie eine Rote Karte und - das ist neu - die angreifende Mannschaft automatisch einen Siebenmeter.

Blaue Karte:

Um allen Beteiligten nach einer Roten Karte sofort klar zu machen, ob ein Zusatzbericht folgt, der dann im Falle der IHF eine Entscheidung der Disziplinarkommission nach sich zieht, werden die Schiedsrichter in solchen Fällen nach der Roten auch eine Blaue Karte zeigen.

Videobeweis:

Als einzige Neuerung wird bei der Frauen-WM in Dänemark wie schon bei der Männer-WM im Januar in Katar der Videobeweis eingesetzt.

Künftig kann er bei folgenden Situationen genutzt werden:

- Tor oder kein Tor

- Tor nach Ende der Spielzeit oder nicht

- Unfaire Aktionen im Rücken der Schiedsrichter

- Rote Karte gegen einen falschen Spieler

- "Rudelbildung"

- Bei Fragen, ob Spieler eine Rote oder Blaue Karte erhalten sollen

- Falscher Wechsel

dpa

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