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Hartes Los: Handball-Frauen mit schwerer EM-Vorrunde

Handball Hartes Los: Handball-Frauen mit schwerer EM-Vorrunde

Ein Traumlos sieht anders aus: Die deutschen Handball-Frauen müssen bei der EM gegen die Niederlande, Polen und Frankreich spielen. Für Bundestrainer Biegler beginnt schon die Turnier-Vorbereitung.

Göteborg. Hartes Los für die deutschen Handball-Frauen: Bei der EM in Schweden trifft das Team von Bundestrainer Michael Biegler in Vorrundengruppe B in Kristianstad auf den WM-Zweiten Niederlande, den WM-Vierten Polen und Frankreich. Das ergab die Auslosung im Finalspielort Göteborg.

Gegen Frankreich hatte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) beide Spiele in der EM-Qualifikation verloren und sich die Teilnahme als Zweite der Gruppe 7 gesichert. Die Europameisterschaft findet vom 4. bis 18. Dezember in Stockholm, Malmö, Helsingborg, Kristianstad und Göteborg statt.

Die ersten drei Mannschaften der vier Vorrundengruppen qualifizieren sich für die Hauptrunde. Für die deutsche Mannschaft ginge es im Falle des Weiterkommens weiter in Göteborg, wo dann die drei besten Mannschaften aus Gruppe A mit Gastgeber Schweden, Serbien, dem EM-Zweiten Spanien und Slowenien die Gegner wären.

"Wir wussten, dass wir in eine hammerharte Gruppe kommen würden, weil wir ja nur in Topf drei gesetzt waren. Aber mit den Polen aus Topf vier wartet nun natürlich auch noch der schwerste Gegner auf uns. Auf die wollte ich nicht unbedingt treffen", sagte Biegler, der bis Januar noch Nationaltrainer der polnischen Männer war. Erstes Ziel sei die K.o.-Runde. "Das sind schon lukrative Gradmesser", sagte der Bundestrainer.

Bei der Europameisterschaft 2014 in Kroatien und Ungarn hatte die DHB-Auswahl den zehnten Platz belegt. An Schweden haben die deutschen Frauen allerdings bessere Erinnerungen: Als 2006 zum letzten Mal eine Frauen-EURO dort stattfand, erreichte das Team unter Bundestrainer Armin Emrich das Halbfinale und wurde am Ende Vierter.

Bei der WM 2015 in Dänemark hatte die DHB-Auswahl das Achtelfinale gegen den späteren Weltmeister Norwegen verloren und dadurch die letzte Chance auf ein Olympia-Ticket verpasst. Wenige Wochen später musste Bundestrainer Jakob Vestergaard gehen und wurde durch Biegler ersetzt.

Die drei Mannschaften, die am 18. Dezember in Göteborg die Medaillen gewinnen, qualifizieren sich für die WM 2017, für die Deutschland als Gastgeber qualifiziert ist. Mit Blick auf die Heim-WM hofft Biegler auf ein positives Ergebnis: "Ein Jahr vor der WM können wir ein Signal setzen. Ab sofort beginnt die Vorbereitung auf die EM."

dpa

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