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Handballer wollen Siege gegen Island als Teambuilding

Handball Handballer wollen Siege gegen Island als Teambuilding

Noch zwei Spiele, dann geht's zur EM: Am Wochenende bestreiten die Handballer gegen Island ihre letzten Tests. Der Bundestrainer erwartet Siege. Linksaußen Rune Dahmke wird dabei wohl sein Comeback geben.

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Steffen Weinhold ist der neue Kapitän der DHB-Herren.

Quelle: Robert Ghement

Hannover. Nun wird's ernst! Knapp eine Woche vor dem Auftakt der EM in Breslau gegen Spanien gehen die deutschen Handballer bei ihren letzten Testspielen in die Vollen.

Am Samstag in Kassel und zur Generalprobe am Sonntag in Hannover fordert Bundestrainer Dagur Sigurdsson Erfolge von seiner Mannschaft jeweils gegen Island. "Wir wollen auf Sieg spielen. Wir wissen, dass das das beste Teambuilding ist. Wir werden unsere Waffen gegen Island probieren", sagte der Isländer in Hannover mit Blick auf die Duelle mit seinen Landsleuten.

Auch Steffen Weinhold lässt keinen Zweifel daran, dass gegen die traditionell starken Nordländer voller Einsatz gefordert ist. "Man kann nicht bei einem Turnier von Null auf Hundert durchstarten. Man muss die Testspiele auch so angehen, als wenn es EM-Spiele sind", sagte der neue Kapitän, wohl wissend, dass es dann in Polen noch anders zur Sache gehen wird: "Die letzten zwei, drei Prozent kommen dann noch."

Gegen Island kann die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) erstmals auf den Einsatz von Rune Dahmke hoffen. Der einzige im Kader verbliebene Linksaußen hat seine Sprunggelenksverletzung soweit auskuriert, dass er auflaufen kann. "Rune wird wahrscheinlich pro Spiel eine Halbzeit spielen", sagte Teammanager Oliver Roggisch. Zuvor waren auf der Linksaußen-Position Uwe Gensheimer und Michael Allendorf verletzt ausgefallen.

Noch angeschlagen sind die Spielmacher Martin Strobel mit einer Erkältung und Niclas Pieczkowski mit Leistenproblemen. Strobel kam gar im Hotel in einem Extra-Zimmer unter Quarantäne, damit er seine Mitspieler nicht noch ansteckt. Für einen Einsatz in Polen besteht bei allen drei Akteuren keine Sorge. Ob Pieczkowski und Strobel am Wochenende mitwirken, will Sigurdsson erst nach den nächsten Trainingseinheiten entscheiden. "Vielleicht werden wir noch eine Variante einbauen", deutete er eventuelle einmal taktische Veränderungen an.

Durch den 37:30-Sieg in Stuttgart gegen den mehrmaligen Afrikameister Tunesien im Rücken haben die deutschen Spieler zusätzliches Selbstvertrauen getankt. "Man hat viele gute Ansätze gesehen", erklärte Steffen Weinhold. Ebenso sah es der Bundestrainer. "Das Spiel gegen Tunesien hat uns gut getan. Jetzt wissen alle Bescheid, dass wir im Lauf sind."

Bis zum EM-Start am 15. Januar bleibt aber auch noch einiges an Arbeit für den Bundestrainer und seine Mannen. Denn während die Offensive wenig Grund für Kritik gab, war die Abwehr bei weitem noch nicht so stabil, wie es sich Sigurdsson vorstellt. "Auch wenn man gewinnt, ist noch nicht alles rosig", meinte er und erklärte die Island-Partien zum Gradmesser: "Da werden wir sehen, wo wir stehen."

Die deutsche Mannschaft spielt bei der EM in Polen in der Vorrundengruppe C. In Breslau sind nach Ex-Weltmeister Spanien Rekord-Europameister Schweden und der WM-Achte Slowenien die weiteren Kontrahenten. Die ersten drei Teams erreichen die Hauptrunde.

dpa

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