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Geheimniskrämerei bei Olympia-Test

Handball Geheimniskrämerei bei Olympia-Test

Die deutschen Handballer bestreiten beim EuroTournoi ihren olympischen Härtetest gegen Top-Teams. Bei dem Vier-Nationen-Turnier stellt sich die Frage: Wer zeigt schon was?

Straßburg. Testen, tarnen, taktieren: Nach der Einführung der neuen Regeln wird das letzte Kräftemessen mit Top-Nationen vor den Olympischen Spielen zur großen Geheimniskrämerei.

Beim Vier-Nationen-Turnier EuroTournoi im französischen Straßburg will Handball-Europameister Deutschland weiteren Formanstieg nachweisen, ohne sich schon in die Karten gucken zu lassen. "Man wählt so ein bisschen aus, was man zeigen will und probieren muss. Das ist kein Geheimnis, dass wir auch Sachen im Training machen, die wir vielleicht noch nicht zeigen wollen. Ich kann mir gut vorstellen, dass unsere Gegner das auch machen", sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson.

An diesem Freitag (20.30 Uhr) spielen die Deutschen gegen Dänemark. Am Sonntag ist dann entweder Olympiasieger und Weltmeister Frankreich oder Afrika-Champion Ägypten der zweite Kontrahent. "Insgesamt liegt der Fokus auf der Vorbereitung für die Olympischen Spiele. Da sind die Länderspiele natürlich ein wichtiger Baustein", meinte der Bundestrainer.

Gegen Dänemark hatte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) zuletzt in der EM-Vorrunde mit 25:23 gewonnen. "Es ist einfach eine gute Mannschaft, die alles von uns abverlangt. Wir müssen richtig gut spielen, um zu gewinnen", sagte Sigurdsson.

Bis auf die potenziellen Nachrücker Steffen Fäth und Steffen Weinhold hat der Isländer seinen kompletten Olympia-Kader zur Verfügung. Der zu den Füchsen Berlin gewechselte Fäth hatte sich Ende Mai einen Mittelhandbruch zugezogen. Der Kieler Weinhold leidet an einem Muskelfaserriss. "Die Mannschaft ist gut drauf. Sie haben gut trainiert im Sommer", berichtete Sigurdsson.

"Wir wollen uns in Straßburg die Wettkampfhärte für Rio holen. Wir haben im Training eine hohe Intensität, aber das ersetzt kein Spiel", erklärte Rückraumspieler Paul Drux das vorrangige Ziel. Die taktischen Finessen, die seit Anfang Juli durch den Einsatz eines siebten Feldspielers statt ein Torhüters möglich sind, sollen jedoch noch weitgehend im Verborgenen bleiben. "Was die Mannschaften damit machen, weiß jetzt noch keiner", meinte der Bundestrainer.

Nach dem Turnier bleibt der deutschen Mannschaft noch bis zum Abflug nach Rio am 1. August Zeit, um weiter an einem Erfolgsrezept zu tüfteln. Am 3. August bestreitet der Europameister dann schon in der Olympia-Stadt noch eine Test gegen Kroatien unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Zum Auftakt ins Olympia-Turnier trifft die DHB-Auswahl am 7. August (16.30 Uhr MESZ) auf Schweden. Es folgen dann im Zwei-Tage-Rhythmus die Partien gegen Polen, Brasilien, Slowenien und Ägypten. "Wir wollen mit dem maximalen Fokus in das olympische Turnier gehen", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning, der die Handballer als Delegationsleiter nach Rio führt.

dpa

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