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Clubs lehnen Kader-Aufstockung auf 16 Spieler pro Spiel ab

Handball Clubs lehnen Kader-Aufstockung auf 16 Spieler pro Spiel ab

Die großen Hoffnungen der Spitzen-Clubs in der Handball-Bundesliga auf mehr Akteure pro Spiel wurden enttäuscht. Die Mehrheit der Vereine ist gegen 16 Spieler im Kader. Im Titelkampf zählt jedes Tor und die Relegation kehrt zurück.

Düsseldorf. Die deutschen Top-Clubs haben in den eigenen Reihen keine Lobby. Zum wiederholten Mal haben die Handball-Vereine der 1. und 2. Bundesliga auf ihrer Mitgliederversammlung in Düsseldorf eine Aufstockung der Kader pro Spiel von 14 auf 16 Akteure abgelehnt.

Zudem bleibt die Tore-Jagd oberstes Kriterium im Titelkampf. Bei Punktgleichheit von zwei oder mehr Mannschaften entscheidet weiterhin die Tordifferenz statt des direkten Vergleichs. Einem Wettwerfen wie in der Saison 2013/2014, als der THW Kiel nur dank zweier Plustore den Meister-Titel vor den Rhein-Neckar Löwen holte, bleibt Tür und Tor geöffnet.

Eine deutliche Mehrheit der 38 Vereinsvertreter votierte auf der Tagung des Ligaverbandes HBL gegen den Antrag zur Kader-Vergrößerung, den der Bergische HC, die SG Flensburg-Handewitt und der THW Kiel gemeinsam eingebracht hatten. Damit dürfen in den Bundesliga-Spielen weiterhin nur 14 Akteure eingesetzt werden. Insbesondere die Clubs, die in der Champions League spielen, hatten eine Aufstockung gefordert, um so die Belastung ihrer Spieler verringern zu können. In allen internationalen Wettbewerben und in den wichtigen nationalen Ligen außerhalb Deutschlands können 16 Akteure pro Partie eingesetzt werden.

Entsprechend groß war die Enttäuschung. "Schade, dass viele Clubs ihre Eigeninteressen über die Gesundheit unserer längst überlasteten Nationalspieler stellen. Zudem wird es so leider nie eine Chancengleichheit für deutsche Mannschaften in Europa geben", erklärte Kiels Manager Thorsten Storm. Wie sein Flensburger Kollege Dierk Schmäschke hatte er seit langem geworben, dass die mit 18 Mannschaften ohnehin größte Liga Europas und den damit meisten Saison-Spielen Solidarität mit den Spitzenvereinen zeigt. "Sehr schade, dass die stärkste Liga der Welt nicht in der Lage ist, gemeinsam Stärke zu zeigen", befand Storm.

Dagegen erlebt die Relegation eine Renaissance. Frühestens von der Saison 2017/2018 an soll es nur noch zwei direkte Aufsteiger und zwei direkte Absteiger geben. Der Tabellen-16. der Bundesliga und der Dritte der 2. Liga spielen dann einen weiteren Aufsteiger bzw. Absteiger aus. Aus der 2. Bundesliga wird es dann zwei Absteiger geben. Zuletzt wurde die Aufstiegsrelegation in der Bundesliga in der Saison 2009/2010 ausgespielt.

Mehrheitlich haben sich die Clubs gegen eine Aufweichung der Lizenzierungsbedingungen entschieden. Die Clubs müssen wie gehabt pro Saison den Abbau von Schulden um zehn Prozent nachweisen. Schon vor der Ligaversammlung hatte festgestanden, dass der Ligaverband HBL seine Geschäftsstelle mit 14 Mitarbeitern zum 1. Oktober aus Dortmund nach Köln verlegt.

dpa

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