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"Super Start": Rosberg gewinnt Auftakt - Vettel Dritter

Motorsport "Super Start": Rosberg gewinnt Auftakt - Vettel Dritter

Was für ein Drama: Nico Rosberg gewinnt den packenden Formel-1-Auftakt. Es ist sein erstes Ausrufezeichen im WM-Kampf. Sebastian Vettel bleibt hinter beiden Silberpfeilen mal wieder nur Platz drei. Fernando Alonso übersteht einen Horror-Unfall.

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Der Ferrari von Kimi Räikkönen fing Feuer.

Quelle: Brandon Malone

Melbourne. Seinen Auftaktsieg beim Formel-1-Spektakel von Melbourne genoss WM-Herausforderer Nico Rosberg in vollen Zügen - zu einer Kampfansage an seine Titel-Kontrahenten Lewis Hamilton und Sebastian Vettel ließ er sich jedoch noch nicht hinreißen.

"Das war ein perfektes Rennen und ein super Start ins neue Jahr", verkündete der Mercedes-Pilot nach seinem 15. Grand-Prix-Erfolg breit grinsend. "Wir haben aber noch viele Rennen vor uns."

Im Albert Park war Rosberg am Sonntag aber von nichts und niemandem zu stoppen. Nicht von Titelverteidiger Hamilton, der nach einer beeindruckenden Aufholjagd noch auf den zweiten Platz raste. Und auch nicht von Vettel. Mit seiner "Margherita" legte er zwar einen Turbostart an den Silberpfeilen vorbei in die Spitze hin. Am Ende musste er sich im Strategie-Poker nach einer Safety-Car-Phase infolge eines heftigen Unfalls von Fernando Alonso aber hinter den Silberpfeilen mal wieder mit dem dritten Platz begnügen.

"Der Start war super", resümierte Vettel. "Man kann aber sagen, dass uns die Rote Flagge nicht in die Karten gespielt hat." Vettel führte den Großen Preis von Australien lange an. Nach einem Überholmanöver in der 17. Runde überschlug sich allerdings Alonso mit seinem McLaren. Die Rote Flagge wurde geschwenkt, das Rennen im Albert Park für rund 20 Minuten unterbrochen.

Rosberg sowie Hamilton wählten härtere Reifen und holten sich nach der Safety-Car-Phase die Spitzenplätze zurück. Vettel konnte nicht mehr dagegenhalten. "Die Strategie war entscheidend", lobte Rosberg die Mercedes-Crew nach seinem saisonübergreifend vierten Sieg nacheinander. "Die Wahl der Medium-Reifen nach dem Neustart war der Schlüssel zum Sieg", erklärte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Die Fans bekamen nach der Posse um das neue Qualifikationsformat eine pralle PS-Show geboten. Es gab harte Rad-an-Rad-Duelle, einen schrecklichen Unfall, den Alonso unbeschadet überstand, und einen Ferrari von Kimi Räikkönen, aus dessen Airbox Flammen schlugen und zum vorzeitigen Aus des Finnen führten. "Das Rennen hatte alles", schwärmte Wolff. "Crashes, Feuer, Zweikämpfe."

Und neben Rosberg und Vettel noch zwei weitere Deutsche im Feld. Debütant Pascal Wehrlein wurde als 16. Letzter, konnte sein erstes Formel-1-Rennen trotz Bremsproblemen aber immerhin zu Ende fahren. Nico Hülkenberg schaffte es im Force India als Siebter sogar in die Top Ten. Das sei ein "positiver Start", versicherte er.

Die Enttäuschung über den verpassten Startsieg war bei der Scuderia vor allem Vettels Teamchef Maurizio Arrivabene anzumerken. Ob er siegesgewiss gewesen sei, wurde er gefragt. "Vor der Roten Flagge, ja", antwortete der Italiener. "Wir suchen aber nicht nach Entschuldigungen. Denn die Rote Flagge ist einfach Teil des Rennens. Am Ende haben wir nochmal höllischen Druck gemacht."

Vettel probierte auf der Jagd nach Hamilton alles. Zwei Runden vor Schluss leistete er sich aber einen Verbremser, machte einen Ausritt ins Grün und musste die Hoffnung auf Rang zwei begraben. "Sorry, Jungs", funkte Vettel an seine Crew.

Hadern musste Hamilton nur wegen seines verkorksten Starts. Erklären konnte das der Brite nicht. Über seine Sturmfahrt freute er sich umso mehr. "Ich bin so dankbar, dass ich den Schaden begrenzen konnte", sagte Hamilton. "Ich hatte schon wesentlich schlimmere Saisonauftakte, deshalb sehe ich das als Bonus."

Der hervorragende Start von Ferrari, denn neben Vettel war auch Räikkönen nach vorne gerast, ließ Hamilton aber ins Grübeln kommen. "Wir müssen herausbekommen, woran das lag", erklärte er.

Den Erfolg seines Teamkollegen und zweimaligen Vize-Weltmeisters Rosberg sah Hamilton mit der Lockerheit eines dreimaligen Champions. "Je länger eine Saison dauert", meinte er mit Blick auf den historisch hohen Wert von 21 Grand Prix in diesem Jahr, "desto unwichtiger ist ein einzelnes Rennen".

dpa

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