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Mit Ernüchterung in den Urlaub: Vettels Frust-Monate

Motorsport Mit Ernüchterung in den Urlaub: Vettels Frust-Monate

In diesem Ferrari siegte Vettel dreimal. Mit dem Wagen des Vorjahrs durfte er am Montag die neuen breiteren Reifen für 2017 testen. Ein Jahr, in dem es aus Sicht des Heppenheimers hoffentlich besser läuft.

Hockenheim. Nach den Frustmonaten mit Ferrari ist Sebastian Vettel nicht nach Verreisen. Bevor der viermalige Weltmeister mit seiner Familie in seiner Schweizer Wahlheimat die Formel-1-Ferien genießen will, saß er wieder im Wagen der Scuderia.

Allerdings nicht im aktuellen, sondern im dreimal siegreichen Auto des vergangenen Jahres mit den neuen breiteren Reifen für die nächste Saison.

Das passt irgendwie zur aktuellen Situation des 29-Jährigen: Eingeklemmt zwischen den Erfolgen durch eine Premierensaison bei Ferrari, die die Erwartungen übertraf und der Hoffnung auf die tatsächliche Rückkehr an die Weltspitze 2017. Auf dem Wagen fürs kommende Jahr liege ohnehin schon der Fokus, betonte Vettel nach dem wenig erfolgreich verlaufenen Heim-Grand-Prix am Sonntag.

Vettels Bilanz des ersten Abschnitts der Saison 2016 könnte kaum ernüchternder sein, nachdem er 2015 drei Siege für die Scuderia geschafft hatte. Der Wagen für dieses Jahr ist kein Sieggarant. Zweimal schaffte Vettel es nicht mal bis ins Ziel, einmal nicht an den Start. Seit vier Rennen war er nicht mehr auf dem Podest.

"Ich glaube, wir sind nicht an die Rennstrecke gekommen in den letzten paar Rennen und haben gesagt: Jetzt haue mer se weg. Wir wissen selbst, dass wir da noch ein bisschen weit weg sind", räumte Vettel in leichter hessischer Mundart nach seinem fünften Rang auf dem Hockenheimring ein. Geschlagen auch von den beiden Autos von Red Bull, dem Team seiner erfolgreichen Vergangenheit.

"Es ist klar, dass wir so schnell wie möglich unsere Probleme in den Griff bekommen müssen und wir dürfen dabei nicht viel Zeit verlieren", betonte Teamchef Maurizio Arrivabene. Ferrari werde "nicht die weiße Flagge hissen oder aufgeben, ist aber nur noch dritte Kraft", stellte "La Gazzetta dello Sport" fest. "Ferrari weiter in freiem Fall, aber der Teamchef bewahrt seinen Glauben", meinte der "Corriere della Sera".

Ober-Boss Sergio Marchionne dürfte jedoch grollen, nachdem die Scuderia in der Konstrukteurwertung erstmals seit Abu Dhabi 2014 wieder hinter Red Bull steht. Am 28. August erwacht die Formel 1 in Spa-Francorchamps wieder aus ihrem Sommerschlaf. Nur eine Woche danach steht das Scuderia-Heimspiel in Monza an. Für Vettel und Ferrari ein ganzes wichtiges Datum in dieser Frustsaison.

dpa

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