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Hamilton will Schampus und Tequila in Mexiko

Motorsport Hamilton will Schampus und Tequila in Mexiko

Der Zoff schwelt weiter. Lewis Hamilton kämpft erst im Ring. An der Strecke macht er deutlich: Redebedarf mit Nico Rosberg sieht er nicht. Helfen wird er ihm auch nicht. Der Deutsche rechnet auch gar nicht damit.

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Lewis Hamilton steigt mit den beliebten mexikanischen Wrestlern in den Ring.

Quelle: epa

Mexiko-Stadt. Für die Siegerehrung wünscht sich Lewis Hamilton bereits Schampus, Tequila und einen Sombrero. An Hilfe für seinen Teamkollegen Nico Rosberg bei dessen Kampf um den Vizerang auf der Zielgeraden der Formel-1-Saison 2015 denkt der Brite überhaupt nicht.

"Ich bin hier, um das Rennen zu gewinnen", betonte der 43-malige Grand-Prix-Sieger am Donnerstag bei der Pressekonferenz zum Großen Preis von Mexiko. Rosberg geht davon gar nicht erst aus. "Ich bin mir recht sicher, dass das nicht passieren wird", sagte er.

Das Klima zwischen den beiden Dauerrivalen scheint weiter äußerst angespannt zu sein. "Ich gehe jetzt nicht darauf an, was für eine Stimmung hier herrscht", meinte Rosberg und lobte die Möglichkeiten mit Mercedes. Er geht auch weiterhin davon aus, dass es noch zu dem klärenden Gespräch kommt, dass die Teamleitung nach dem ereignisreichen Rennen in Austin zuletzt angekündigt hatte. Hamilton sieht auch dafür keinen Grund.

Er wisse zudem nicht, welchen Nutzen es für das Team hätte, wenn er nun Rosberg helfen würde, nachdem die Konstrukteursweltmeisterschaft zugunsten von Mercedes bereits seit dem Russland-Rennen geklärt ist. Rosberg liegt derzeit auf dem dritten Platz und kämpft gegen Ferrari-Star und Landsmann Sebastian Vettel auf Platz zwei. Hamilton aber will weiter selbst die Konkurrenz aufs Kreuz legen, so wie tags zuvor bei einem Mini-Showkampf in einem Wrestling-Ring.

Rosberg hatte sich fürchterlich über Hamiltons Überholmanöver in der ersten Kurve der ersten Runde und seinen eigenen Fehler kurz vor Schluss aufgeregt. So sehr, dass er Hamilton vor der Siegerehrung mit einer Kappe beworfen hatte. Auch darüber wollte der eher amüsierte Hamilton nicht all zu viele Worte mehr verlieren.

Den eigenen Triumph habe er noch gar nicht so richtig realisiert. Manchmal müsse er sich noch zwicken, meinte er vier Tage nach seinem WM-Gewinn von Austin und Titel Nummer drei (2008, 2014 und 2015). Es sei eine sehr entspannte Zeit gewesen, gar nicht so viel Party, meinte Hamilton. Die dürfte nach endgültig getaner Arbeit nach der Saison kommen.

Feiert Hamilton in Mexiko seinen elften Saisonsieg und gewinnt er danach auch noch in Brasilien und das Finale in Abu Dhabi, stellt der derzeit 43-malige Grand-Prix-Gewinner den Rekord von 13 Saisonerfolgen an - gehalten von Vettel (2013) und Rekordchampion Michael Schumacher (2004). Nicht nur Rosberg will Hamilton den Sieg streitig machen, auch Vettel.

"Wir wollen auf jeden Fall das Maximum rausholen, und da der Zug mit dem ersten Platz abgefahren ist, versuchen wir auf jeden Fall, den zweiten Platz zu fixieren", betonte der 28 Jahre alte Heppenheimer. Er stimmte sich am Vorabend im 100 000 Zuschauer fassenden Azteken-Stadion bei einem Fußballspiel mit Ferrari ein. Er habe nach seiner Einwechslung sogar ein Tor geschossen, berichtete Vettel ganz stolz.

Hamilton versuchte sich hingegen bei einem Sponsor-Event als Wrestler. Der 30 Jahre alte Brite tänzelte fast in Muhammad-Ali-Manier, versetzte seinem Gegner mit dem Künstlernamen Místico einen "Tritt", nahm ihn bei der Hand und schleuderte den Lokalmatadoren in die Seile, ehe er sich quer in der Luft liegend auf den Profi-Wrestler stürzte.

Zur Belohnung für die gelungene Showeinlage trug dieser den dreimaligen Champion der Motorsport-Königsklasse von Mercedes vor dem begeisterten Publikum auf den Schultern durch den Ring. Die Begeisterung um den britischen Piloten vor der Rückkehr der Formel 1 auf den Autodrómo Hermanos Rodríguez ist ohnehin groß. Eine Mariachi-Band nahm eigens ein Video für Hamilton auf und vertonte dabei Glückwunsch-Tweets.

Doch nicht nur für den Weltmeister ist alles vorbereitet für eine wahrlich atemraubende Rückkehr auf den Kurs auf 2285 Metern Höhe. "Im Simulator war es schon unglaublich", meinte Hamilton und prophezeite eines der "großartigsten Wochenenden".

dpa

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