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F1 vielleicht 2017 in Hockenheim: "Interesse ist groß"

Motorsport F1 vielleicht 2017 in Hockenheim: "Interesse ist groß"

Findet der Große Preis von Deutschland auch 2017 auf dem Hockenheimring statt? Angesichts der finanziellen Probleme des etatmäßigen Ausrichters Nürburgring spricht einiges dafür. Und die badische Traditionsstrecke hat großes Interesse daran, einzuspringen.

Das Interesse an Hockenheim ist da.

Quelle: Jan Woitas

Hockenheim. Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel, Mercedes-Star Nico Rosberg und ihre Formel-1-Kollegen fahren möglicherweise auch in der kommenden Saison wieder auf dem Hockenheimringring.

"Wir stehen bereit", sagte Georg Seiler, der Geschäftsführer der Hockenheim-Ring GmbH, der Deutschen Presse-Agentur. "Unser Interesse ist groß." Seiler wies aber trotz allen Interesses auf zwei wichtige Voraussetzungen hin: "Fakt ist, dass wir keinen Vertrag haben. Und Fakt ist auch, dass wir kein Risiko übernehmen."

Programmgemäß wäre 2017 wieder der Nürburgring als Veranstalter des Großen Preises von Deutschland an der Reihe. Dies scheint aber erneut nicht realisierbar. Wegen finanzieller Probleme hatten die Besitzer des traditionsreichen Eifelkurses das Rennen schon im Vorjahr nicht veranstalten können. Damals war der deutsche Grand Prix ersatzlos aus dem WM-Kalender gestrichen worden.

Seiler hatte während des Großes Preises von Deutschland am letzten Juli-Wochenende im badischen Motodrom intensiv mit Chefvermarkter Bernie Ecclestone über ein Einspringen für den Nürburgring verhandelt. "Das lief in einer positiven Atmosphäre", berichtete der Ring-Geschäftsführer. Seither gebe es aber "nichts Neues".

Das Fachmagazin "auto motor und sport" hatte in seiner Online-Ausgabe berichtet, Ecclestone "sei auf einem guten Weg, mit Hockenheim einen Deal abzuschließen". Grundlage einer Einigung könnte sein, dass der britische Formel-1-Boss wieder als Promoter auftrete. Nach diesem Modell könnte Ecclestone die Strecke mieten und sämtliche Einnahmen kassieren. Das finanzielle Risiko läge ausschließlich bei ihm.

Seiler betonte, es sei nicht einzusehen, dass eine Rennstrecke Verluste erleiden müsse. In diesem Jahr schrieb die Hockenheim-Ring GmbH als regulärer Ausrichter des deutschen WM-Laufes rote Zahlen. Mit 57 000 Zuschauern am Rennsonntag und "guten Familienpreisen", so Seiler, habe es nicht zu einer schwarzen Null gereicht. "Wir hätten etwas mehr als weitere 3000 Besucher benötigt. Wir müssen mit dem Verlust leben." Wie hoch das exakte Defizit ist, konnte er noch nicht angeben.

Seiler strebt nun eine möglichst schnelle Lösung an, um im Fall einer Übereinkunft frühzeitig mit Planung und Werbung starten zu können. "Es wäre wichtig, dass wir bis Oktober Gewissheit hätten", nannte der Manager das zeitliche Wunschziel für eine verbindliche Zusage für das kommende Jahr. 2018 steht der Hockenheimring dann wieder planmäßig im WM-Kalender. Wie es danach weitergeht, ist noch völlig offen. "Wir haben ja noch zwei Jahre Zeit", sagte Seiler diesbezüglich entspannt.

dpa

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