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Duell: Spitzenreiter Hamilton vs. Neuanfänger Rosberg

Motorsport Duell: Spitzenreiter Hamilton vs. Neuanfänger Rosberg

Der Urlaub ist vorbei, die Formel 1 startet mit einem Klassiker in den zweiten Saisonabschnitt. Nico Rosberg will endlich auch mal in Spa-Francorchamps gewinnen. Nützlicher Nebeneffekt: Er würde die nahezu beängstigende Serie von Lewis Hamilton stoppen.

Nico Rosberg (l.) und Lewis Hamilton sind bereit für den zweiten Abschnitt der Saison.

Quelle: Uli Deck

Spa-Francorchamps. Lewis Hamilton genoss den Urlaub unter anderem mit karibischem Karneval auf Barbados, Nico Rosberg erholte sich von den Rückschlägen vor der Sommerpause mit Familie auf Ibiza.

Nun sind beide Silberpfeil-Piloten bereit für den alles entscheidenden zweiten Abschnitt der Formel-1-Saison 2016. "Für mich ist es quasi wie eine Art Neuanfang. Die bisherigen Ereignisse der Saison liegen hinter mir", sagte Rosberg vor dem ersten der finalen neun Rennen. Spätestens am 27. November in Abu Dhabi steht der Weltmeister fest.

Wird es wieder Hamilton? Zum dritten Mal nacheinander und zum vierten Mal insgesamt? Oder erstmals Rosberg? 43 Punkte Vorsprung hatte er schon auf den Briten in diesem Jahr. Mit 19 Zählern mehr führt nun aber Titelverteidiger Hamilton vor dem Großen Preis von Belgien auf dem legendären Achterbahn-Ardennnen-Kurs in Spa-Francorchamps.

"Ich fühle mich stark, ich weiß, dass ich das beste Auto habe und ich bin heiß darauf, wieder auf die Strecke zu gehen", beteuerte Rosberg, der im Urlaub mit Töchterchen, Ehefrau und Hund genug Zeit hatte, die Stimmungsdämpfer nach einem blendenden Saisonstart zu verkraften. Sechs der vergangenen sieben Rennen beendete Erzrivale Hamilton im Mercedes auf Rang eins.

Auch vor den Ferien beim Deutschland-Rennen siegte er - eine besonders schmerzvolle Niederlage für Rosberg, ein Extra im explosiven Stallduell der beiden für Hamilton. Mit einem Schmunzeln hatte sich der WM-Spitzenreiter danach von den Journalisten auf dem Hockenheimring verabschiedet: "Ihr hättet viel zu schreiben", hatte er mit Blick auf seine Urlaubsaktivitäten gesagt.

Hamilton hielt Wort. Barbados, Grenada, New York City, Costa Rica, Jamaika - zumindest geht das aus dem Facebook-Profil des Jetsetters mit Privatflieger hervor. "Nach einigen schönen Wochen fühle ich mich frisch, voller Energie und bereit für Spa", meinte der wie Rosberg 31 Jahre alte Brite. Die Erfolge seiner Landsleute bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro motivieren ihn zusätzlich: "Ich werde mein Bestes geben, um die britische Flagge auch an diesem Wochenende in Ehren zu halten."

Ob ihn aber womöglich eine ganz besondere Herausforderung erwartet, ist noch offen. Sollte Mercedes sich für einen neuen Motor im Hamilton-Wagen in Spa entscheiden, muss er von ganz hinten starten, weil er das erlaubte Kontingent schon verbraucht hat. Womöglich behält sich das Team dies aber auch für das Highspeed-Rennen eine Woche später in Monza vor.

Vor einem Jahr siegte Hamilton in Spa, wie auch 2010. Rosberg gewann dort noch nie. Zweimal in seiner Karriere siegte auch Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel auf der Strecke mit der berauschenden Kurve "Eau Rouge" (2011 und 2013). Der Erfolgreichste in Belgien aus dem aktuellen Fahrerfeld ist aber Vettels Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen mit vier Siegen - allerdings liegen die schon eine Weile zurück (2004, 2005, 2007 und 2009).

Ein Erfolg am Sonntag (14.00 Uhr) käme für Vettel und Räikkönen zur rechten Zeit: Ferrari wartet sehnsüchtig und mit weiter wachsender Ungeduld auf einen Sieg in dieser Saison. Statt Hamilton und Rosberg gefährlich zu werden und um den Titel mitzufahren, müssen Räikkönen und Vettel aber fürchten, im WM-Klassement auch noch vom zweiten Red-Bull-Piloten überholt zu werden.

Denn Max Verstappen, der für die Niederlande fährt, wurde im belgischen Hasselt geboren und kann sich der Unterstützung gewiss sein. Über 70 000 Tickets wurden bereits verkauft und damit 20 Prozent mehr als vor einem Jahr, sagte Rennorganisator André Maes der Zeitung "La dernère heure".

Im Klassement liegt der 18-Jährige mit 115 Punkten auf Rang sechs fünf Zähler hinter Vettel (120) und sieben hinter Räikkönen (122). Verstappens Teamkollege Daniel Ricciardo, Sieger 2014 in Spa, ist nach zwölf WM-Rennen Dritter (133). Hamilton (217) und Rosberg (198) sind enteilt. In der Konstrukteurswertung hat Red Bull (256) Ferrari (242) bereits passiert. Auch hier ist Mercedes einsame Spitze (415).

dpa

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