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Darum geht es noch beim Formel-1-Saisonfinale

Motorsport Darum geht es noch beim Formel-1-Saisonfinale

Lewis Hamilton ist Weltmeister, Nico Rosberg wieder sein Vize. Und Mercedes hat erneut die Teamwertung gewonnen. Welche Fragen bleiben denn für den Formel-1-Schlussakt noch offen?

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Nico Rosberg und Lewis Hamilton könnten in Abu Dhabi für Mercedes den zwölften Doppelerfolg in dieser Saison holen.

Quelle: Sebastiao Moreira

Abu Dhabi. Anders als im Vorjahr wird das Formel-1-Finale in Abu Dhabi diesmal nicht zum Titel-Showdown. Die wichtigsten Entscheidungen sind schon gefallen. Doch ganz ohne Spannung ist das letzte Saisonrennen nicht.

Vor allem Statistiker, Buchhalter und Finnen-Fans haben durchaus noch Grund zum Mitfiebern. 

Rekordjagd: Für Branchenführer Mercedes geht es noch um zwei Bestmarken. Weltmeister Lewis Hamilton und Teamgefährte Nico Rosberg könnten den zwölften Doppelerfolg in dieser Saison feiern. Damit würden sie ihren Rekord aus dem Vorjahr übertreffen. Kommen die beiden Silberpfeil-Stars als Erster und Zweiter durchs Ziel, knacken sie auch ihre vergangene Saison aufgestellte Punkte-Höchstmarke. 701 Zähler fuhr das Duo 2014 ein, mit den 43 möglichen Punkten in Abu Dhabi könnten es diesmal 703 werden. Das wäre umso bemerkenswerter, da es im Vorjahr im Finale sogar doppelte Punkte gab.

Wetteinsatz: Ein lockerer Spruch aus dem Winter verfolgt Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene noch immer. "Bei zwei Siegen wäre die Saison ein Erfolg, drei wären perfekt, und bei vier laufe ich barfuß durch die Hügel von Maranello", hatte der Italiener vor der Saison gesagt. Den rasanten Erfolg von Neuzugang Sebastian Vettel hatte wohl selbst Arrivabene nicht erwartet. Als Vettel in Singapur den dritten Sieg für die Scuderia einfuhr, wollte der Teamchef sein Barfuß-Versprechen erst beim fünften Erfolg einlösen. Doch gewinnt Vettel in Abu Dhabi zumindest noch Nummer vier, dürften sich viele Arrivabene wieder an seine ursprünglichen Worte erinnern.

Millionenrennen: Die ersten fünf Plätze der Teamwertung sind vergeben, dahinter aber geht es noch um viel Geld. Lotus hat im Kampf um Rang sechs neun Zähler Vorsprung auf Toro Rosso und könnte damit sechs Millionen Dollar mehr aus dem Vermarktungstopf einstreichen. Auch das Duell um Rang acht ist noch nicht entschieden. Sauber liegt neun Zähler vor McLaren, für die chronisch klammen Schweizer ist jeder Dollar wichtig. Zuletzt hatte Sauber schon um einen Vorschuss bei Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gebeten, um die Entwicklung des neuen Autos für 2016 vorantreiben zu können.

Finnenduell: Williams-Pilot Valtteri Bottas und Ferrari-Mann Kimi Räikkönen liefern sich im Saison-Endspurt einen knüppelharten Zweikampf um WM-Rang vier. In Sotschi und Mexiko kam es sogar zum Crash. Nur einen Punkt liegt Bottas vor seinem finnischen Landsmann, für Räikkönen dürfte das wie eine Einladung zum nächsten Angriff wirken.

Prestige: Für Nico Hülkenberg muss am Wochenende schon alles passen, damit er noch den internen Vergleich mit seinem Stallrivalen Sergio Perez bei Force India gewinnt. 16 Punkte liegt der Rheinländer als WM-Zehnter hinter dem Mexikaner. Um seine beste WM-Platzierung aus dem Vorjahr zu egalisieren, als er Neunter wurde, müsste Hülkenberg also in Abu Dhabi mindestens Zweiter werden und auf eine Nullrunde von Perez hoffen. Ziemlich unwahrscheinlich. 

dpa

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