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Wer erfand das Eishockey? - Fünf Mythen über WM-Gastgeber Russland

Eishockey Wer erfand das Eishockey? - Fünf Mythen über WM-Gastgeber Russland

Vieles über Russland ist bekannt. Manche vermeintliche Tatsache über das größte Land der Erde ist aber eher ein Vorurteil. Die Deutsche Presse-Agentur dokumentiert einige Mythen über den Gastgeber der Eishockey-WM (6. bis 22. Mai):

Mythos 1: "Der Traum aller russischen Eishockey-Spieler ist die nordamerikanische Profiliga NHL."

Antwort: Auf viele trifft das sicher zu.

Moskau. Für sie ist etwa Alexander Owetschkin von den Washington Capitals ein Vorbild. Aber Russland lockt mit Millionen aus dem Öl- und Gasgeschäft Spieler in die Kontinentale Hockey-Liga KHL, die Moskau zur NHL-Konkurrenz aufbaut. Viele Akteure wie etwa Ilja Kowaltschuk kamen mittlerweile zurück.

Mythos 2: "Das Wichtigste für Russland ist ein Sieg gegen die USA."

Antwort: Die Zeiten des Kalten Krieges sind vorbei. Die Mannschaft, die es für die Sbornaja vor allem zu schlagen gilt, ist Kanada. Der 25-malige Weltmeister hat Russland zuletzt schmerzhafte Niederlagen beigebracht. Legendär ist das 3:7 bei Olympia in Vancouver 2010.

Mythos 3: "Russland beherrscht diese Sportart so gut, weil die Russen bei ihrem Ganzjahreswinter das Eishockey quasi miterfunden haben."

Antwort: Erst etwa 100 Jahre nach der Entwicklung in Kanada um 1840 kam Eishockey in seiner jetzigen Form nach Moskau. Bis dahin spielte man in Russland vor allem mit einem Ball statt mit einer Scheibe.

Mythos 4: "Früher waren die Sowjets im Eishockey so megaerfolgreich, weil es hieß: Sieg oder Sibirien!"

Antwort: Niederlagen wie bei der WM 1972 kamen in Moskau nicht gut an. Damals gewann Gastgeber Tschechoslowakei gegen die verhasste UdSSR auf dem Eis. Spieler flogen aus dem Kader, und Trainer Viktor Tichonow verordnete noch härtere Übungen. Nach Sibirien musste niemand. Die Presse verschwieg Schlappen meist.

Mythos 5: "WM in Russland: schön und gut. Aber der Liga-Alltag in dieser KHL ist doch sicher total dröge."

Antwort: Ein KHL-Spiel wie Traktor Tscheljabinsk gegen Neftechimik Nischnekamsk ist vermutlich nicht das Maß aller Dinge. Mit Respekt und auch Neid schaut Moskau auf den Glamour der NHL. Der Abstand wird aber kleiner. Moderne Hallen mit Videowürfel, Popcorn, Cheerleader und E-Tickets nehmen in Russland sprunghaft zu. Und das Finale ZSKA Moskau gegen Magnitogorsk hatte sportlich internationales Niveau.

dpa

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