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Votum für DEL-Meister: München vor Mannheim

Eishockey Votum für DEL-Meister: München vor Mannheim

Vor allem der EHC München wird immer wieder genannt, wenn nach den Meistertipps für die bevorstehende Saison in der Deutschen Eishockey Liga gefragt wird. Der Hauptrunden-Zehnte der Vorsaison könnte den Titel der Münchner verhindern, denkt aber auch die Konkurrenz.

Gelingt München die Titelverteidigung?

Quelle: Peter Steffen

Berlin. Der EHC Red Bull München wird sein Meisterstück wiederholen - falls die Mehrheit der Konkurrenten in der Deutschen Eishockey Liga Recht behält.

Der Titelverteidiger um den früheren Auswahlkapitän Michael Wolf und Erfolgstrainer Don Jackson kristallisierte sich in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur als Topfavorit heraus. Sieben von 13 Trainern setzten auf die Münchner, den Premieren-Champion aus der Vorsaison. "Ihr Kader spricht für sich", sagte Straubings Coach Larry Mitchell.

Wenn am Freitag (19.30 Uhr) die Saison eröffnet wird, werden Fans und Experten gespannt sein, wie die Münchner beim Titel-Mitkonkurrenten Kölner Haie auftreten. Vier Trainer sprachen sich in dem Votum, in dem Mehrfachnennungen möglich waren, allein für den EHC als Titelanwärter aus.

Viele erwarten allerdings auch wie Uwe Krupp von den Eisbären Berlin eine spannende und ausgeglichene Spielzeit. Vor allem die Adler Mannheim gelten trotz des Debakels in der Vorsaison als aussichtsreicher Kandidat für die Meister-Sause. Im Frühjahr endete der Weg zur angestrebten Titelverteidigung schon in der ersten Playoff-Runde - nun gaben fünf Trainer Mannheim ihre Stimme.

Zweimal nannten die Verantwortlichen zudem die Kölner Haie. Die drei finanzstärksten Vereine der Liga stehen damit ganz oben auf der Favoritenliste. DEL-Rekordmeister Eisbären Berlin, geschätzte Nummer vier beim Etat, wählte nach drei mageren Jahren niemand aus.

In Berlin soll aber ebenso wie bei den Adlern die schwache Vorsaison in Vergessenheit geraten. Mannheims Hoffnungen ruhen unter anderen auf Nationalgoalie Dennis Endras, den in der Vorsaison fast nur verletzten Auswahlkapitän Marcel Goc, Neuzugänge wie David Wolf und den neuen Cheftrainer Sean Simpson. "Deren Kombination ist derzeit die stärkste in der DEL", erklärte Nürnbergs Rob Wilson.

Simpson, der frühere Meistertrainer der München Barons, beginnt die Saison mit dem siebenmaligen Champion Mannheim zurückhaltend. Er schiebt München die Favoritenrolle zu. "Jeder ist solange Meister, bis er geschlagen ist. Der Kader ist mindestens genauso stark wie in der vergangenen Saison", sagte der 56-Jährige.

Beim EHC ist der Titel der Anspruch des Geldgebers und des Trainers. "Es gibt viele starke Teams, die den Titel holen können, wir respektieren sie alle. Als aktueller Meister sind wir selbst natürlich auch Favorit", sagte Jackson und tippte damit wie Ingolstadts Cheftrainer Tommy Samuelsson auf sein eigenes Team.

Fünf Titel in sechs Jahren feierte Jackson mit den Eisbären. Ende April legte der Amerikaner seine sechste DEL-Meisterschaft nach. Mit vier Siegen in vier Partien dominierte der Hauptrunden-Sieger die Finalserie gegen die Grizzlys Wolfsburg. "München ist zur Macht gereift", sagte Bremerhavens Teammanager Alfred Prey der "Eishockey News". "Mit einem starken Sponsor kannst du viel erreichen und immer besser werden", betonte Nürnbergs Sportdirektor Martin Jiranek. 

Mit von der "Eishockey News" geschätzten 12,5 Millionen Euro kann Etat-Krösus München am meisten Geld für sein Personal ausgeben. Köln und Mannheim folgen mit 11,5 Millionen Euro. Für Krupp gibt es genügend Beispiele, "dass die subjektive Stärke eines Kaders auf dem Papier während der Saison weit von der eigentlichen Spielstärke differenziert hat".

Ebenso wie Kölns Cory Clouston und Pat Cortina von Schwenningen legte sich der frühere Bundestrainer auf keinen Titel-Kandidaten fest. Es gebe einfach "zu viele unberechenbare Faktoren", begründete Krupp. "Jedes Team, das sich für die Playoffs qualifiziert, kann sich Chancen auf den Titel ausrechnen."

dpa

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