Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
USA am Boden: "Als hätte ich mein Land im Stich gelassen"

Eishockey USA am Boden: "Als hätte ich mein Land im Stich gelassen"

Das hatten sich die US-Eishockey-Cracks ganz anders vorgestellt. Nach zwei Niederlagen sind die Amerikaner beim World Cup ausgeschieden. Vor allem Trainer John Tortorella steht nach den Pleiten gegen das Team Europa und zuletzt gegen Kanada in der Kritik.

Sidney Crosby gewinnt mit Kanada.

Quelle: Helmut Fohringer

Toronto. Das US-Eishockey liegt am Boden. Nach dem 2:4 in Toronto gegen den Erzrivalen Kanada hat der zweimalige Olympiasieger keine Chance mehr auf den Einzug ins Halbfinale des World Cups.

Schon im ersten Match gab es für die US-Boys gegen Leon Draisaitls Team Europa eine 0:3-Pleite. "Ich fühle mich so, als hätte ich mein Land im Stich gelassen", sagte US-Abwehrspieler Ryan Suter den Tränen nahe.

Die Mannschaft von Trainer John Tortorella gehörte zwar nicht zu den Favoriten. Doch so ein blamables Aus in der Vorrunde hatte niemand erwartet. Dementsprechend hart gingen die heimischen Medien mit dem Team um. "Falsche Spieler, fragwürdiges Coaching und schlechte Leistungen summierten sich zum großen Zusammenbruch der USA", kommentierte ESPN. NBC kritisierte: "Sie sahen nicht wie ein Team mit einem Plan aus."

Vor allem Coach Tortorella wurde heftig kritisiert. Er hatte seiner Meinung nach die besten US-Spieler in seiner Mannschaft. "Wir haben genug trainiert und genug geredet", erklärte der Trainer der Columbus Blue Jackets. "Was für ein Gewinsel", antwortete NBC. Immerhin waren die US-Profis selbstkritisch genug. "Ich habe meine Aufgabe nicht erfüllt", erklärte NHL-Topsocrer Patrick Kane von den Chicago Blackhawks. "Wir sind alle am Boden und sind sehr enttäuscht", betonte Suter.

Im Air Canada Centre von Toronto hatte Ryan McDonagh (5. Minute) die USA gegen Kanada in Führung gebracht, doch Matt Duchene (6./13.) und Corey Perry (7.) drehten im ersten Drittel die Partie. Patrice Bergeron erhöhte nach 29 Minuten auf 4:1 und machte die Hoffnungen auf den zweiten World-Cup-Erfolg der US-Amerikaner nach 1996 überraschend früh zunichte. TJ Oshie konnte zweieinhalb Minuten vor dem Ende nur noch verkürzen. Die Entscheidung über den Gruppensieg fällt am Mittwoch (Ortszeit) im Spiel Kanada gegen Team Europa.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Eishockey
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr