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Grizzlys-Party in der Nacht - "Eine tolle Geschichte"

Eishockey Grizzlys-Party in der Nacht - "Eine tolle Geschichte"

Zum zweiten Mal nach 2011 ist Wolfsburg in das Finale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft eingezogen. Gegen München sehen sich die Grizzlys in der Außenseiterrolle. "Mit unserem Charakter haben wir schon viele zermürbt", warnt Geschäftsführer Fliegauf dennoch.

Wolfsburg. In der Nacht nach dem zweiten Final-Einzug der Clubhistorie bekamen die Eishockey-Profis der Grizzlys Wolfsburg schon einen kleinen Vorgeschmack auf eine mögliche Meister-Party.

Rund 300 Fans empfingen den Bus, als die Mannschaft nach dem entscheidenden 2:1-Sieg in Nürnberg nach Wolfsburg zurückkehrte. Team und sportliche Leitung, selbst Geschäftsführer Karl-Heinz Fliegauf, stimmten in der Dunkelheit kurz vor Mitternacht spontan in die "Humba, Humba, Humba, Täterä"-Gesänge und Tänze ein.

"Das zeigt, dass wir schon etwas geleistet haben. Es ist ein langer, beschwerlicher Weg ins Finale", sagte Fliegauf am Montag der Deutschen Presse-Agentur. "Wir waren alle sehr überrascht über den Empfang. Das war eine tolle Geschichte."

Ihre Geschichte wollen die Wolfsburger nun natürlich fortschreiben - und ebenso wie Final-Kontrahent EHC München ihren Premieren-Titel holen. Nach einem Erholungstag beginnt am Dienstag für die Grizzlys die Vorbereitung auf die Serie gegen den Hauptrundensieger. Vom 15. April geht es in maximal sieben Partien um den deutschen Eishockey-Titel. Die Münchner waren nach vier Erfolgen in fünf Duellen mit den Kölner Haien erstmals ins Finale eingezogen.

"Das ist die beste Mannschaft der Liga mit dem besten Coach der Liga", lobte Grizzly-Cheftrainer Pavel Gross die finanzstarken Bayern. Auch Fliegauf schob die Favoritenstellung weit von sich: "In der Außenseiterrolle fühlen wir uns wohl, mit der sind wir auch im Halbfinale schon gut gefahren."

Im Finale hätten die Grizzlys eigentlich nichts zu suchen, wenn man die finanziellen Aspekte betrachtet, meinte Gross. Mit einem von der "Eishockey News" geschätzten Etat von 7,7 Millionen Euro liegen die Niedersachsen im Mittelfeld der Deutschen Eishockey Liga (DEL), deutlich hinter dem Finanz-Primus aus München (12,5 Millionen Euro).

In der DEL-Vorschlussrunde waren die Wolfsburger in den vergangenen Jahren Dauergast. Fünfmal zählten sie in sechs Jahren zu den Top Vier, 2011 standen sie schon einmal in den Endspielen. Damals verloren sie klar gegen die Eisbären Berlin, bei denen der jetzige Münchner Erfolgscoach Don Jackson Regie führte.

"Natürlich wollen wir es jetzt besser machen", sagte Fliegauf. "Mit unserem Charakter haben wir schon viele zermürbt. Die Münchner werden sich sicher auch an das letzte Jahr erinnern. Da ist sicher auch ein bisschen Feuer drin." Im Viertelfinale 2015 überraschte Wolfsburg die favorisierten Münchner und warf sie mit 4:0-Siegen aus dem Rennen.

Gegen die Nürnberg Ice Tigers hatten es die Wolfsburger nach einer klaren 3:0-Serienführung noch einmal spannend gemacht und die Franken auf 2:3 herankommen lassen. Nach einem zwischenzeitlichen 3:0 in Spiel vier verloren sie noch 4:5. Im fünften Aufeinandertreffen reichte ein 2:0 nicht. Erinnerungen an die vergangene Saison wurden wach. Gegen den späteren Meister Mannheim führten die Grizzlys 2015 in drei von vier Halbfinalspielen jeweils mit 3:0 - und verloren alle.

Am Sonntag ließen sie sich den Final-Einzug auswärts nicht mehr nehmen. Nach Toren von Sebastian Furchner (27.) und James Sharrow (36.) konnte der frühere NHL-Profi Dan Heatley für die Franken nur noch verkürzen. "Am Ende war es richtig eng", räumte Gross ein.

Als Finalist haben die Wolfsburger auch die Teilnahme an der Champions Hockey League in der kommenden Saison sicher, weil die Münchner schon durch Platz eins in der Hauptrunde qualifiziert waren. "Das ist auch eine Anerkennung für unsere Arbeit", befand Fliegauf.

dpa

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