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DEB-Team kassiert Rückschlag bei WM-Test

Eishockey DEB-Team kassiert Rückschlag bei WM-Test

Für den zweiten WM-Test gegen Weißrussland baute Bundestrainer Marco Sturm sein Team kräftig um. Ein zweiter Sieg sprang am Ende nicht heraus. Der Coach muss nun noch Spieler aus seinem Kader streichen.

Oberhausen. Ohne die beiden NHL-Profis Leon Draisaitl und Tobias Rieder hat das deutsche Eishockey-Nationalteam noch keine WM-Form. Nach dem 5:3 im ersten Duell mit Weißrussland zeigte die Auswahl in Oberhausen zwar Moral, verlor aber mit 3:4 (1:2, 0:1, 2:1).

Eine Woche vor seinem Auftaktspiel bei der Weltmeisterschaft in Russland verpasste es der Weltranglisten-13., sich weiteres Selbstvertrauen zu holen.

Die 3490 Zuschauer sahen gegen den Vorrundengegner von St. Petersburg zwar einen engagierten Auftritt des Gastgebers und eine turbulente Schlussphase. Das Spiel der Mannschaft von Bundestrainer Marco Sturm war aber nicht so temporeich wie beim 5:3-Sieg am Vortag. Eine Dominanz wie noch zu Beginn am Freitag konnte sie nicht entwickeln. Die Klasse der pausierenden Youngsters Draisaitl und Rieder fehlte.

"Kein Vorwurf an die Mannschaft, sie hat 60 Minuten alles gegeben. Wir hatten am Schluss die Chance in Überzahl gehabt und kriegen dann das Gegentor", analysierte Sturm. "Das sind Chancen, die man nutzen muss, um solche Spiele zu gewinnen."

Die Tore von Brooks Macek (6.), Felix Schütz (46.) und Jerome Flaake (57.) reichten nicht. Alexej Kaljuschny (7.), Andrej Stepanow (14./31) und Alexander Pawlowitsch (54.) per Penalty besiegelten die fünfte Niederlage im achten Vorbereitungsspiel des deutschen Teams.

"Die Jungs sind bemüht, haben mehr vom Spiel, können es aber nicht so umsetzen", urteilte DEB-Präsident Franz Reindl während des zweiten Drittels bei Sport1. Im Schlussabschnitt weckte die Truppe noch einmal Hoffnung. Als die Deutschen eine fünfminütige Überzahl bekamen, wurde es spannend: Erst lagen sie wieder mit zwei Toren zurück, als sich Torhüter Timo Pielmeier beim Penalty geschlagen geben musste. Dann brachte Flaake das Team noch mal heran, zum Ausgleich kam es nicht mehr.

Im zweiten WM-Test binnen 24 Stunden hatte der erst 37-jährige Sturm zehn Kufencracks auf das Eis geschickt, die er am Vortag nicht aufgeboten hatte. Dank der individuellen Qualität der beiden NHL-Hoffnungsträger und zweier Tore von Arizona-Stürmer Rieder hatten die Deutschen die erste Partie gegen die Weißrussen für sich entschieden, obwohl sie erneut Probleme in der Abwehr offenbarten.

Am Sonntag will Sturm den Kader benennen, mit dem er am Dienstag zur Generalprobe in Basel antreten und sich auf den Weg zu seiner ersten WM als Bundestrainer nach Russland machen will. Einen Tag später folgt die Reise in die Schweiz.

Dort soll auch NHL-Verteidiger Christian Ehrhoff dabei sein, auf den die Hoffnungen für eine sicherere Abwehr ruhen. Möglich ist noch, dass neben dem 33-Jährigen aus Chicago in Korbinian Holzer ein weiterer Defensivspezialist aus der nordamerikanischen Profiliga seine Zusage gibt. Wie Sturm erklärte, müssen für die WM-Teilnahme des Verteidigers der Anaheim Ducks noch Formalitäten geklärt werden.

dpa

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