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DEB-Präsident Reindl: Tendenz gibt Anlass zu Optimismus

Eishockey DEB-Präsident Reindl: Tendenz gibt Anlass zu Optimismus

DEB-Präsident Reindl zieht ein positives Fazit vom Einstand von Marco Sturm beim Deutschland Cup. Das Auftreten der Mannschaft unter dem neuen Bundestrainer stimmt ihn positiv für die Zukunft.

Augsburg. Fragen an den Präsidenten des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), Franz Reindl, beim Deutschland Cup in Augsburg zum Debüt des neuen Bundestrainers Marco Sturm.

Wie sehen Sie die Arbeit von Marco Sturm in den vergangenen Tagen?

Franz Reindl:  Ich bin da jetzt nicht so nah dran. Ich schaue es mir nur aus der Ferne an und sehe das Spiel und die Entwicklung. Ich sehe, dass sich die Mannschaft mehr und mehr findet. Es ist schon eine deutliche Handschrift zu erkennen. Marco Sturm reagiert gelassen, kommuniziert mit seinen Coaches, kommuniziert viel mit seinen Spielern. Das schaut von außen so aus, als habe er seine Aufgabe im Griff.

Waren Sie gespannt, wie er sich bei seiner ersten Aufgabe macht?

Reindl:  Natürlich. Ich bin vor dem Turnier immer nervös, weil es das wichtigste Turnier ist, was wir haben. Ich bin noch zu sehr Eishockey-Spieler im Inneren. Ich denke leidenschaftlich mit, bin voll dabei, sehe, wie sie arbeiten. Da war ich schon gespannt, wie es mit Marco läuft. Ich hatte keine Zweifel, dass es nicht läuft.

Hat es sich bewahrheitet, dass durch Marco Sturm das Interesse an der Eishockey-Nationalmannschaft größer ist?

Reindl: Das hat man schon gemerkt, dass der Name Marco Sturm einfach eine Leuchtkraft hat. Das hat die Berichterstattung von den Spielern etwas weggenommen, was ich jetzt nicht so positiv finde. Es ist aber genau das, was wir gebraucht haben, auch als Identifikation für die Zuschauer, für die Spieler, für die Sponsoren. Es ist eine totale Aufbruchstimmung zu spüren.

Welchen Eindruck nehmen Sie vom Deutschland Cup mit Blick auf die nächste WM und die Olympia-Qualifikation?

Reindl:  Ich sehe schon viele gute neue Gesichter, die die Mannschaft prägen können. Was ich von Dominik Kahun hier gesehen habe oder von Brooks Macek, aber auch von den Etablierten wie Yasin Ehliz, wie Patrick Reimer, Philip Gogulla - das sind nur ein paar, die ich hier nenne. Die treten super auf. Das gibt Hoffnung, dass sich unsere Sportart verbessern kann. Wir haben drei Ziele: die Verbesserung in der Weltrangliste bei der WM in Russland, die Olympia-Quali und die WM 2017 im eigenen Land. Die Tendenz, die man hier spürt, gibt Anlass zu Optimismus.

Manche Spieler haben gesagt, dass man dahinkommen müsse, dass ein deutscher Nationalspieler bei den Clubs wieder mehr zählt und nicht der Ausländer hochgejubelt wird. Sehen Sie das ähnlich?

Reindl:  Ich sehe das so, dass die Speerspitze unserer Sportart die Nationalmannschaft ist. Die Nationalspieler haben den Wert, und sie haben auch die Verantwortung und sollten die Verantwortung auch in ihre Clubs und in den Nachwuchs tragen, und das machen sie auch. Dass man die Anerkennung findet in seinem eigenen Club, ist natürlich schwer. Da muss sich jeder in seinem Club, an seiner Position durchsetzen. Da hilft Jammern nichts.

Ist da die Liga dabei noch mehr gefordert?

Reindl:  Ich bin da ganz leistungssportmäßig eingestellt. Solche Dinge kommen mit dem sportlichen Erfolg. Du kannst nicht durch die Forderung von Dingen die Notwendigkeit von sportlichem Erfolg ausschließen. Wichtig ist der Erfolg. Der Spieler muss sich den Stellenwert selbst erarbeiten.

dpa

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