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WM für deutsche Boxer vorzeitig beendet

Boxen WM für deutsche Boxer vorzeitig beendet

Für die deutschen Boxer ist die WM in Doha beendet. Kein Beinbruch, sagt der Sportdirektor. Für die Deutschen steht in Doha aber noch eine wichtige Entscheidung an.

Doha. Für das deutsche Mini-Aufgebot bei den Weltmeisterschaften der Amateurboxer in Doha war im Viertelfinale Endstation.

Superschwergewichtler Florian Schulz unterlag dem kasachischen Olympia-Dritten Iwan Dytschko mit 0:3 Punktrichterstimmen und packte als Letzter des deutschen Trios die Koffer. Zuvor waren Fliegengewichtler Hamza Touba (Neuss) und Schwergewichtler Roman Fress (Köln) im Achtelfinale ausgeschieden.

"Keiner hat maßlos enttäuscht", sagte Sportdirektor Michael Müller. "Hamza Touba hat auf hohem Niveau geboxt, braucht aber mehr Aggressivität und Dominanz im Ring. Er steht kurz davor, den letzten Schritt zu gehen." Ähnliches gelte auch für Fress und Schulz. Gerade der Greifswalder Vize-Europameister Schulz hatte zu großen Respekt vor Dytschko und somit seine Chance auf das Halbfinale verschenkt.

"Die WM war für uns kein wichtiger Zielwettkampf", sagte Müller. Zwar werden auch in Katars Hauptstadt Doha Olympia-Startplätze vergeben, doch die Deutschen gehen einen anderen Weg. "Für uns zählen die drei Qualifikationsturniere im nächsten Jahr. Da wollen wir noch einige Boxer für Rio durchbringen", betonte Müller. Bislang sind Erik Pfeifer (Lohne) und Artem Harutyunyan (Hamburg) in Rio dabei. Ziel des Deutschen Boxsport-Verbandes (DBV) sind fünf bis sechs Männer und eine Frau, die in Rio in den Ring steigen sollen.

Im Halbfinale in Doha geben Kubaner (7 Boxer), Russland (4) und Aserbaidschan (4) wie erwartet den Ton an. Der Einzug von sechs Usbeken in die Vorschlussrunde kommt jedoch überraschend. Usbekistan bewirbt sich mit Taschkent um die WM 2017, die am 13. Oktober in Doha vergeben wird. Konkurrenten sind Sotschi und Hamburg.

Die Hamburger Olympia-Bewerbungsgesellschaft hat starkes Interesse an der Box-WM auf dem erhofften Weg zu den Spielen 2024 und unterstützt den DBV bei der Präsentation in Katar. Erst vor wenigen Tagen war der Präsident des Box-Weltverbandes AIBA, Wu Ching-Kuo, in Hamburg und hat sich lobend über die Hansestadt geäußert. "Wir sind optimistisch", sagte Sportdirektor Müller.

dpa

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