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Brähmer auf seine alten Tage "immer besser"

Boxen Brähmer auf seine alten Tage "immer besser"

Die sechste Titelverteidigung wird für Halbschwergewichts-Weltmeister Brähmer sicher die schwierigste. Am Samstag muss sich der fast 38-Jährige dem Waliser Cleverly stellen. In den vergangenen fünf Jahren platzten Duelle der beiden Boxer zweimal.

Jürgen Brähmer posiert mit Herausforderer Nathan Cleverly (r) aus Großbritannien.

Quelle: Christian Charisius

Neubrandenburg. Das Ende seiner Box-Karriere ist mit fast 38 Jahren in Sicht. Aber Jürgen Brähmer verschwendet vor seiner sechsten - und wohl schwierigsten - Titelverteidigung im Halbschwergewicht nach WBA-Version keine Gedanken darauf.

"Ich schicke ihn in Rente, ich bin zu jung, zu frisch für ihn", sagte sein wortgewaltiger Herausforderer Nathan Celverly vor dem Titelkampf am Samstag im Jahnsportforum in Neubrandenburg.

Der 29 Jahre alte Waliser, der schon vor fünf Jahren gegen Brähmer boxen sollte, gibt sich selbstsicher. Er vertraut gegen den Schweriner Routinier mit K.o.-Qualitäten auf seinen fast nie erlahmenden Vorwärtsdrang von der ersten bis zur letzten Runde. Er weiß, wie es geht. Cleverly, der den Titel damals von Brähmer erbte, war von 2011 bis 2013 WBO-Weltmeister.

Vor fünf Jahren verlor Brähmer seinen früheren WBO-Gürtel am Grünen Tisch, weil er wegen einer Augenlidverletzung nicht antreten konnte. Im Juni 2015 das gleiche Szenario, nur umgekehrt. Cleverly sagte einen bereits mündlich zugesagten Kampf gegen Brähmer wegen einer lukrativeren Verpflichtung in den USA ab. Damals befand Brähmer: "Nicht die feine englische Art."

"Ich habe keinen Plan, wann bei mir mit Boxen Schluss ist", sagte Brähmer, der vier Tage nach seinem 51. Profikampf Geburtstag feiert. Sein Manager Kalle Sauerland ist vom Sieg seines Top-Angestellten ("Er wird immer besser") überzeugt, hat sich aber auch Gedanken über Eventualitäten gemacht: "Wenn alles schief läuft, verstärkt er sein Trainer-Engagement bei uns."

Egal wie der Kampf in seiner Heimat Mecklenburg-Vorpommern endet: Am Montag danach steigt Brähmer wieder als Coach in den Ring und bereitet den Berliner Tyron Zeuge, von Sauerland und vielen anderen als Supertalent verehrt, auf seine zweite WM-Chance vor. Am 5. November boxt Zeuge erneut gegen den Italiener Giovanni de Carolis.

Auf Brähmer, der in 50 Profikämpfen nur zwei Niederlagen zuließ und 35 Mal durch K.o siegte, und seinem Boxstall lastet erheblicher Druck. Der Oldie ist als Titelträger in einer attraktiven Gewichtsklasse das große Aushängeschild des TV-Kooperationspartners SAT.1. Dennoch scheint Brähmer, der neuerdings von Trainer Conny Mittermeier betreut wird, die Ruhe selbst.

"Ich habe ein enormes Trainingspensum hinter mir und fühle mich topfit. Ich bin auf zwölf Runden eingestellt", erklärte der Titelverteidiger vor dem Kampf, den sein Manager Sauerland mit dem Superlativ bedachte: "In Neubrandenburg steht das Beste im Ring, was das Halbschwergicht zu bieten hat." Der Vorverkauf deutet auf eine mit 4600 Zuschauern ausverkaufte Halle hin.

dpa

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