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Völlers Basketball-Duell mit den Bayern

Basketball Völlers Basketball-Duell mit den Bayern

Rudi Völler ist Dauerrivale des FC Bayern. Nun trifft auch sein Sohn als Basketballer auf die Münchner. Nach langen Jahren in der Zweiten Liga hofft Filius Marco mit 27 auf seinen Durchbruch in Gießen.

Gießen. Rudi und Marco Völler müssen kräftig lachen. Angesprochen auf ein mögliches Wettrennen um den Gewinn der ersten Meisterschaft sind Vater und Sohn einer erfolgreichen Sportfamilie zunächst verblüfft.

Doch während Rudi das Ganze als "Fangfrage" abtut, hat sein Sohn Marco schon im Kopf, wie es in Zukunft einmal laufen soll. "Ich hoffe, es passiert zeitgleich. Das wäre die Ideallösung", erklärt der Basketball-Profi auf die Frage, ob zunächst Völler senior mit Bayer Leverkusen in der Fußball-Bundesliga oder Völler junior in der höchsten deutschen Basketball-Spielklasse einen Meistertitel bejubeln darf.

Mit 27 Jahren hat sich Marco Völler seinen großen Traum erst spät erfüllt: Er spielt nach einigen Jahren in der 2. Liga seit dieser Saison bei den Gießen 46ers in der Bundesliga (BBL). "Ich habe nie daran gezweifelt", erklärt Völler, der erst mit 14 Jahren zum Basketball wechselte. Am Fußball hatte der Sohn von Rudi seinen Spaß verloren, obwohl sein Vater als Spieler Weltmeister und als Teamchef Vize-Weltmeister wurde. "Es wurde immer professioneller. Ich hatte keinen Spaß mehr daran", sagt Völler junior der Deutschen Presse-Agentur.

Auch wenn sie nicht mehr in der gleichen Sportart unterwegs sind, haben die beiden Völlers nun wieder eine Gemeinsamkeit mehr: Den FC  Bayern als Gegner. An diesem Samstag (20.00 Uhr) empfangen die Gießener das noch ungeschlagene Topteam aus München. "Es ist etwas Besonderes, gegen Bayern zu spielen. Der Name bringt natürlich etwas vom Fußball mit, es hat aber auch viel mit Basketball zu tun", meint Marco Völler.

Vater Rudi als Sportdirektor von Bayer Leverkusen sieht durchaus Parallelen zwischen Fußball und Basketball. "Es ist ähnlich. Am Ende stehen die oben, die wirtschaftlich die größte Kraft haben", sagt der 56 Jahre alte Funktionär auf Nachfrage. Er sei selbst "noch nicht der Top-Experte im Basketball", lerne aber immer mehr dazu. Dass Bamberg und Bayern in der BBL die Größen sind, die es zu schlagen gilt, das wisse er schon.

Einen Zwist, weil Marco sich für Basketball statt Fußball entschied, gab es in der Familie nie. Im Gegenteil. "Es war nicht wichtig, ob er Fußball spielt. Er macht das, was ihm Spaß macht - und das ist gut so", betont Rudi Völler, der sich die Spiele seines Sohnes schon in der 2. Liga öfter angesehen hat und dies auch in Gießen tun wird. Im gemeinsamen  Familienurlaub spielen sie noch immer Fußball, erst in diesem Jahr haben sie zusammen "ein paar Italiener besiegt", wie beide schmunzelnd erzählen. "Er hat sich immer für mich gefreut und mich unterstützt", berichtet der 1,98 Meter große Forward.

Für den Basketballer selbst ist es "keine Riesenstory", der Sohn eines früheren Fußball-Weltmeisters zu sein. "Ich persönlich fühle mich nicht interessanter", sagt er. Das sieht mancher Fan anders. "Es gibt nur einen Marco Völler", singen die euphorischen Anhänger immer wieder in Anlehnung an Papa Rudi, der als Teamchef des DFB-Teams beinahe Kultstatus erlangte. "Ich lache darüber", erklärt Marco und fügt höflich an: "Es freut mich, aber ich sehe es nur als Scherz an."  Sein persönliches Ziel hat er mit seinem Debüt in Gießen deutlich verkündet: Marco Völler möchte sich in der Bundesliga etablieren.

dpa

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