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Oldenburg mausert sich zum Bundesliga-Geheimfavoriten

Basketball Oldenburg mausert sich zum Bundesliga-Geheimfavoriten

Die Oldenburger sind im Schatten der Top-Clubs in der Basketball-Bundesliga Dritter. Die Neuzugänge schlugen ein, der Sportmanager leistet gute Arbeit und der hochgelobte Trainer Drijencic sorgte bei einem Routinier für einen neuen Höhenflug.

Oldenburg (dpa) - Weitgehend unbeachtet haben sich die EWE Baskets aus Oldenburg in die Spitzengruppe der Bundesliga gespielt. Während die Basketball-Fans vor allem über Bamberg, die Bayern oder ALBA Berlin reden, sind die wiedererstarkten Niedersachsen inzwischen schon Tabellendritter.

"Ich hätte nicht gedacht, dass wir so schnell wieder dahin kommen", sagte Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller der Deutschen Presse-Agentur.

Als Hauptfigur für den Aufschwung gilt Trainer Mladen Drijencic. Der Bosnier ist seit März 2015 Coach der Norddeutschen und formte aus einem Club im Abwärtsstrudel einen Geheimfavoriten auf den Titel. "Ich bin überrascht, wie schnell er das hinbekommen hat. Er trainierte ja vorher die zweite Mannschaft in der 3. Liga", schwärmte Schüller von seinem Coach. "Mladen leistet exzellente Arbeit. Er hat ein Team entwickelt, das von Spiel zu Spiel stärker wird. Er bringt jeden Einzelnen weiter."

Dabei wussten selbst die Oldenburger nach der abgelaufenen Spielzeit nicht so recht, wo sie sportlich stehen. Der Titelträger von 2009 spielte trotz des Pokalsiegs in der Liga und im Eurocup keine gute Saison. In der Mannschaft stimmte es nicht. Neben dem Ex-Trainer Sebastian Machowski trennte sich der Verein auch von langjährigen Leistungsträgern wie Adam Chubb oder Julius Jenkins. "Ein Umbruch ist immer ein Risiko", kommentierte Schüller. "Aber jeder hat seine neue Rolle angenommen, die Erwartungen wurden voll erfüllt".

Dies ist auch dem neuen Sportmanager Srdjan Klaric zu verdanken. Der 43-Jährige wurde im April 2015 von Schüller installiert und zeigte bei den Neuzugängen ein goldenes Händchen. "Er ist ein sehr guter Sportmanager", lobte Schüller. "Er verfügt über ein glänzendes Know-how, was den europäischen Markt angeht."

Nicht ohne Grund schlugen alle neuen Akteure glänzend ein. Vor allem Center Brian Qvale, Spielmacher Klemen Prepelic oder Shooting Guard Vaughn Duggins führten die Baskets in der Liga zurück in die Spitze. Ex-Nationalspieler Philipp Schwethelm und Scott Machado machten die Norddeutschen dazu in der Breite stärker, so dass die Baskets im Eurocup zwei Gruppenphasen überstanden und erst im Achtelfinale an Straßburg scheiterten.

Doch nicht nur die Neuen überzeugten, auch ein 33-jähriger Routinier blüht wieder auf. Rickey Paulding, Publikumsliebling und seit 2007 in Oldenburg, spielt womöglich seine beste Saison überhaupt. "Paulding ist seit Wochen in starker Form. Und davon profitieren wir sehr. Einerseits durch seine Punkte, andererseits dadurch, dass er andere Spieler mitreißt", sagte Coach Drijencic. 

Der Einzig in die Playoffs dürfte kein Problem sein, danach ist alles möglich. "In der Außenseiterrolle fühlen wir uns am wohlsten", meinte Schüller. 

dpa

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