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Meister Bamberg spielt Euroleague - Trio meldet für Eurocup

Basketball Meister Bamberg spielt Euroleague - Trio meldet für Eurocup

Im Zwist um die Zukunft der internationalen Club-Wettbewerbe scheinen erst einmal Fakten geschaffen worden zu sein. Ein deutsches Trio soll am umstrittenen Eurocup teilnehmen. Ob es wirklich so kommt, ist aber wie so vieles in Basketball-Europa noch offen.

Bamberg. Der deutsche Basketball-Meister Brose Baskets Bamberg spielt in der kommenden Saison wie erwartet in der Euroleague. Das geht aus der Teilnehmerliste hervor, die die Basketball-Königsklasse und der Club nun veröffentlichten.

Für den ebenfalls von der Euroleague organisierten Eurocup hat in ALBA Berlin, Bayern München und ratiopharm Ulm ein Trio aus der Bundesliga gemeldet. Welche Auswirkungen dies im seit Monaten schwelenden Streit zwischen der Euroleague und dem europäischen Verband FIBA Europe für den deutschen Basketball hat, ist noch unklar. Nach dpa-Informationen haben mit den Fraport Skyliners Frankfurt, den EWE Baskets Oldenburg, den MHP Riesen Ludwigsburg und den Telekom Baskets Bonn vier Vereine für die von der FIBA Europe organisierte Champions League gemeldet.

Die BBL hatte nach eigenen Angaben "eine Top-Down-Abfrage bei den Vereinen gemäß der Platzierung nach Abschluss des Wettbewerbes durchgeführt" und den Clubs am Ende freigestellt, wo sie in der neuen Saison international spielen wollen. Schließlich lief die Anmeldefrist für die Wettbewerbe sowohl bei der Euroleague als auch bei der FIBA Europe Ende der vergangenen Woche ab.

Glücklich sind die Verantwortlichen der Bundesliga mit dem aktuellen Zustand aber nicht. Denn nach wie vor weiß niemand genau, wie sich der Zwist zwischen beiden Parteien weiter entwickeln wird. "Es braucht eine Lösung", stellte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz klar. "Entweder einvernehmlich oder durch Institutionen."

Die FIBA Europe hatte im Streit um die Zukunft des internationalen Basketballs zwischendurch damit gedroht, Nationalteams aus Ländern, deren Clubs im Eurocup spielen, von Wettbewerben wie der EM-Quali auszuschließen. Selbst ein Münchner Gericht hatte sich zuletzt damit beschäftigen müssen und beide Seiten aufgefordert, sich endlich zu einigen. "Das ist kein Zustand", sagte Holz. "Was wir jetzt haben ist ein weiterer Zwischenschritt."

Doch beide Seiten scheinen jetzt den Plan zu verfolgen, einfach Fakten zu schaffen, ohne auf eine gemeinsame Lösung aus zu sein. So setzte die Euroleague die Auslosung für den Eurocup einfach schon einmal für den 7. Juli in Barcelona an.

Ob bis dahin wirklich alle gemeldeten Teams auch tatsächlich noch teilnehmen dürfen, bleibt abzuwarten. Der russische Verband kündigte bereits an, die vier für den Eurocup gemeldeten Vereine Khimki Moskau, Lokomotiv Kuban Kranodar, Nizhny Novgorod und Zenit St. Petersburg national sperren zu wollen. Ausgang offen.

Die Brose Baskets Bamberg können die Entwicklungen derweil gelassen verfolgen. Dass der deutsche Meister in der Euroleague spielt, stand schon länger fest. "Es war immer unser Ziel, im besten europäischen Wettbewerb dabei zu sein. Durch den Meistertitel haben wir die sportliche Qualifikation geschafft. Nun sind auch die Rahmenbedingungen geklärt", sagte Bambergs Geschäftsführer Rolf Beyer.

dpa

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