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FIBA sperrt Verbände - Olympia-Chance für Deutschland

Basketball FIBA sperrt Verbände - Olympia-Chance für Deutschland

Der Machtkampf im europäischen Basketball eskaliert. Die FIBA Europe sperrt vorerst acht Nationalteams, dabei zahlreiche Hochkaräter. So könnte sich doch noch ein Olympia-Hintertürchen für das deutsche Team öffnen.

München. Der Basketball-Verband FIBA Europe greift im Machtkampf mit der Euroleague zum äußersten Mittel und hat acht Nationalverbände für die EM 2017 gesperrt.

Unter anderem die Verbände von Europameister Spanien, des WM-Zweiten Serbien und Russland wurden vorerst von FIBA-Europe-Wettbewerben für Männer-Nationalteams ausgeschlossen. Das teilte der Kontinentalverband auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Zudem drohte die europäische Konföderation sechs weiteren Verbänden in einem Schreiben mit dieser Sanktion. 

Damit könnte sich für Deutschland sogar wieder eine Chance auf den eigentlich bereits verpassten Sprung zu Olympia in Rio de Janeiro bieten. Der Deutsche Basketball Bund erhielt bereits eine Anfrage vom Weltverband FIBA World, ob er als Ersatzteilnehmer für ein Qualifikationsturnier zur Verfügung stehe.

Die FIBA Europe sperrt die Verbände, weil Clubs aus diesen Ländern ihre Teilnahme am Eurocup, der von der rivalisierenden Euroleague veranstaltet wird, fest zugesagt haben. Davon sind auch Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Slowenien betroffen. 

Vereine aus den weiteren sechs Verbänden haben dies ebenfalls zumindest öffentlich angekündigt. "Als Ergebnis sind die Verbände eingeladen, ihre Position bis zum 20. April zu übermitteln, damit sie nicht automatisch ihr Recht verlieren, an den kommenden Wettbewerben für Männer-Nationalmannschaften zu verlieren", heißt es von der FIBA Europe. 

Pikant: Neben Olympia-Qualifikationsturnier-Gastgeber Italien sind auch zwei der vier Co-Gastgeber der EM 2017, Türkei und Israel, sowie die Schwergewichte Griechenland und Litauen darunter. Damit sind insgesamt bis auf den drittplatzierten Frankreich derzeit fünf Nationen der Top Sechs der vergangenen EM 2015 verbannt oder von einer Sperre bedroht.

Die vom Wettbewerbsausschluss betroffenen Verbände haben nun bis Mittwoch Zeit, sich dazu zu äußern, ob Clubs aus ihren Ländern am Eurocup teilnehmen werden. Am darauf folgenden Wochenende tritt das Board der FIBA World zusammen - der Weltverband könnte dann die Nationen auch für Olympia oder die Qualifikationsturniere sperren.

Der zweitklassige Eurocup wird von der Euroleague veranstaltet, mit der sich der Kontinentalverband im Streit um die Vorherrschaft im europäischen Club-Basketball befindet. Die FIBA Europe veranstaltet von nächster Saison an erstmals die Champions League. Die Vereine der Bundesliga haben sich noch nicht entschieden, ob sie am Eurocup teilnehmen werden.

Zuletzt hatte die FIBA Europe in dem Konflikt Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht. Damit reagierte der Verband auf eine ähnliche Klage der Euroleague. 

dpa

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