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Europa-Verband droht Verbänden mit Olympia-Aus

Basketball Europa-Verband droht Verbänden mit Olympia-Aus

Der Basketball-Verband FIBA Europe schlägt im Machtkampf mit der Euroleague zurück. Die europäische Konföderation droht ihren Mitgliedsverbänden mit Ausschluss von FIBA-Wettbewerben - und sogar Olympia.

München. Der Dauer-Streit im europäischen Basketball zwischen dem Kontinentalverband FIBA Europe und der Euroleague spitzt sich weiter zu. Die FIBA Europe droht ihren Mitgliedsverbänden offen mit dem Ausschluss von FIBA-Wettbewerben bis hin zu Olympia, sollten Vereine aus diesen Ländern im Eurocup starten.

Der Eurocup wird von der rivalisierenden Euroleague organisiert. "Das ist ein scharfes Schwert", sagte Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball Bunds und FIBA-Schatzmeister, der Deutschen Presse-Agentur. "Wir lassen aber nicht alles mit uns machen. Dies geschieht zum Wohle des europäischen und deutschen Basketballs."

Die Euroleague hatte zuletzt Klage bei der Europäischen Kommission eingereicht, weil sie der FIBA unerlaubte Einflussnahme auf ihre Clubs vorwirft.

Jeder nationale Verband, der die "illegalen Praktiken" der Euroleague unterstütze und seinen Ligen oder Clubs erlaube, Vereinbarungen mit der Euroleague abzuschließen, "verliert automatisch das Recht, an Herren-Wettbewerben der FIBA Europe teilzunehmen", hieß es nach dem Beschluss des FIBA-Boards. Ausgenommen davon seien lediglich die 16 Teilnehmer an der Euroleague. Dieser Ausschluss könnte auch auf weitere Wettbewerbe ausgeweitet werden. Es ist zu erwarten, dass der Weltverband FIBA dieser Forderung vollumfänglich anschließt, so dass dies damit womöglich sogar einen Olympia-Bann zur Folge haben kann.

Zuletzt hatten beispielsweise drei italienische Vereine ihre Teilnahme am Eurocup angekündigt. Sollte der italienische Verband nun diese Clubs nicht vom Ligabetrieb ausschließen, könnte er für die anstehende Olympia-Qualifikation gesperrt werden. Für diesen Fall müsste ein neuer Gastgeber für das Turnier gefunden werden - damit hätte das sportlich nicht-qualifizierte Deutschland durch die Hintertür doch noch eine Chance auf den Sprung zu den Sommerspielen.

Die FIBA Europe hatte das neue Konzept für ihre neue Champions League vorgestellt. Mit dieser Liga wollte der Verband eigentlich die bestehende europäische Königsklasse Euroleague als wichtigste Liga des Kontinents ablösen. Elf Top-Clubs wie der FC Barcelona oder ZSKA Moskau hatten sich aber für einen Verbleib bei der Euroleague ausgesprochen. Auch für einen deutschen Verein ist in der Euroleague ein Startplatz vorgesehen. Die Euroleague organisiert ebenfalls den zweitklassigen Eurocup.

In welcher von insgesamt vier europäischen Ligen die deutschen Clubs kommende Saison starten werden, ist noch offen. "Ich erwarte von den deutschen Clubs, dass sie sich nicht auf die erpresserischen Methoden einlassen", sagte DBB-Präsident Weiss. Er rechne damit, dass sich die Teams abseits von dem einen deutschen Euroleague-Teilnehmer für eine Teilnahme an der Champions League anstelle des Eurocup entscheiden werden.

dpa

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