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Bambergs Basketballer vor der Meisterkrönung

Basketball Bambergs Basketballer vor der Meisterkrönung

Selten hat eine Mannschaft in Deutschland so tollen Basketball gespielt wie die Bamberger. Im Finale gegen Ulm winkt die Meister-Krönung. Doch reicht das auch für Europa?

Bamberg. Bambergs Basketballer stehen im Playoff-Finale gegen Ulm vor der Meisterkrönung, doch der Titel ist nur Mittel zum Zweck.

Seit den tollen Auftritten auf der internationalen Bühne in dieser Saison ist die europäische Spitze das Ziel der Franken. Der achte Titelgewinn für die Brose Baskets aus Bamberg scheint nur noch Formsache zu sein, die Franken sind nach ihren beiden Siegen gegen ratiopharm Ulm im dritten Playoff-Finale am Sonntag (15.00 Uhr) einmal mehr der große Favorit.

Die Oberfranken jedenfalls bereiten sich schon auf die Meisterparty am Wochenende vor, auch wenn ein großes Public Viewing womöglich durch einen Gerichtsentscheid noch abgesagt werden könnte. Nach der Titel-Sause sollen dann die Weichen gestellt werden für die Zukunft.

Die Weiterverpflichtung des ehemaligen NBA-Profis Darius Miller bis zum Ende der Spielzeit 2017/2018 war ein erstes Statement der ambitionierten Bamberger. "Wir haben uns bei Darius' Verpflichtung im Wettbewerb mit anderen europäischen Top-Clubs durchgesetzt. Das macht uns sehr stolz und bestärkt uns darin, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen", sagte Baskets-Geschäftsführer Rolf Beyer.

Der Lette Janis Strelnieks und der Italiener Nicolo Melli könnten die nächsten Leistungsträger sein, die bleiben. Sogar der von der europäischen Konkurrenz umworbene Brad Wanamaker soll irgendwie gehalten werden - Bamberg ist längst zu einer Alternative für echte Topspieler geworden. "Man kennt uns jetzt in Europa", sagte Beyer.

Vor dem dritten Playoff-Finale macht US-Spielmacher Wanamaker den Fans Hoffnung auf einen Verbleib. "Der Traum von der NBA wird immer bleiben, davon habe ich schon als Kind geträumt. Und wenn es doch nichts wird, dann bin ich glücklich da, wo ich jetzt bin!", sagte er im Interview mit Telekom Basketball.

Noch bis 2017 unter Vertrag steht der Architekt des Erfolges, Trainer Andrea Trinchieri. "Man weiß nie was kommt", sagte Beyer, rechnet aber fest damit, dass der Italiener seinen Vertrag erfüllt. "Wir haben in Bamberg eine Art Projekt. Bamberg ist ein sehr guter Ort, um Basketball-Trainer zu sein", sagte der Coach einmal selbst.

Der 47-Jährige kam 2014, da hatten die Münchner Bayern die Basketballer aus "Freak-City" gerade vom Meister-Thron gestoßen. Auf Anhieb stürzte das vom neuen Cheftrainer klug zusammengestellte Team die Bayern. In diesem Jahr könnten die Bamberger sogar ohne Niederlage durch die Playoffs kommen. Noch nie hat eine Truppe in Deutschland einen so guten Basketball gespielt, sagen viele. Auch, weil Trinchieri eine echte Mannschaft geformt hat.

Sogar bei den Bankspielern gibt es kein Murren. Beim Basketball-Krimi in Ulm etwa stand Elias Harris keine fünf Minuten auf dem Feld. "Es war eine Trainerentscheidung, damit muss ich leben. Wichtig ist, dass wir gewonnen haben. Alles andere kann im nächsten Spiel wieder anders sein. Von daher ist es völlig in Ordnung."

dpa

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