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Bamberger Euroleague-Abschied mit "Stolz" und "Träne"

Basketball Bamberger Euroleague-Abschied mit "Stolz" und "Träne"

Am Ende zeigten die Brose Baskets noch einmal eine Basketball-Gala. Doch der klare Sieg gegen Vitoria reichte nicht, die Saison in der Euroleague ist für den deutschen Meister vorbei. Die Auftritte haben aber Appetit auf mehr gemacht.

Bamberg. Als die beeindruckende Bamberger Euroleague-Reise zu Ende ging, kam beim deutschen Basketball-Meister schon ein bisschen Wehmut auf.

"Ich hatte eine Träne im Knopfloch nach all den emotionalen Momenten, die wir in dieser Saison in Europa erlebt haben", gestand Brose-Baskets-Geschäftsführer Rolf Beyer. Auch das klare 89:69 gegen Laboral Kutxa Vitoria Gasteiz aus Spanien half den Franken nicht mehr zum Weiterkommen. Am Ende fehlte in der stark besetzten Gruppe mit Teams wie Real Madrid, FC Barcelona, ZSKA Moskau und Olympiakos Piräus ein Sieg, um als erste deutsche Mannschaft ins Viertelfinale der europäischen Königsklasse einzuziehen.

"Trotzdem können wir sehr stolz sein, wie sich die Mannschaft in Europa präsentiert hat", sagte Beyer. Auch Trainer Andrea Trinchieri war voll des Lobes für sein Team. "Jeder hat gesehen, dass wir unser Soll übererfüllt haben. Es war eine unglaubliche Reise", sagte der Italiener. "Ich habe jede einzelne Sekunde dieser Reise genossen."

Letztlich war die mangelnde internationale Erfahrung der Franken wohl ausschlaggebend für das Ausscheiden. "Die Gewöhnung an die vielen Reisen und den Rhythmus hat sicherlich ebenso eine Rolle gespielt wie die großen Hallen und die beeindruckenden Atmosphären bei einigen unserer Auswärtsspiele", sagte Beyer. Zu Hause entwickelten sich die Bamberger zu einer Macht, gewannen gegen Barcelona, Piräus und Moskau. In der Fremde setzte es für den deutschen Vorzeigeclub dagegen überwiegend Niederlagen.

"Die Mannschaft kann aus dieser Saison aber auf alle Fälle jede Menge mitnehmen für die kommende Spielzeit", sagte Beyer. Allerdings ist derzeit noch ungewiss, ob die Brose Baskets in der neuen Spielzeit wieder in der Euroleague spielen werden. Neben der Frage, ob sich Bamberg als Meister erneut qualifiziert ist immer noch unsicher, wie sich die Bundesliga im heftigen internationalen Zwist zwischen dem europäischen Verband und der Euroleague positionieren wird.

Nach den tollen Basketball-Abenden in dieser Saison machte Beyer aber keinen Hehl daraus, dass er sich im Falle der Meisterschaft auf weitere Auftritte in der Euroleague freut. "Das hat Appetit auf mehr gemacht", gestand der Geschäftsführer. "Am Ende will sich jeder mit den Besten messen." Und die europäischen Topclubs spielen nun einmal auch 2016/17 in der Euroleague.

dpa

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