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Bamberg jubelt nach Basketball-Spektakel

Basketball Bamberg jubelt nach Basketball-Spektakel

Zweimal scheiterten die Brose Baskets zuletzt in den Schlussphasen der Euroleague. Gegen Olympiakos Piräus gelang dann das Happy End, und das nach einer famosen Aufholjagd. Der Traum von der K.o.-Runde lebt weiter - auch wenn Coach Trinchieri von der "Hölle" spricht.

Bamberg. Überwältigt von der verrückten Aufholjagd samt Happy End gegen Olympiakos fand Andrea Trinchieri große Worte für seine Brose Baskets aus Bamberg. "Wir haben Geschichte geschrieben. Ganz einfach...", meinte der Trainer mit dem ihm eigenen Hang zu Dramatik und Übertreibung.

Dass die Glücksgefühle nach dem 72:71 (38:37) über Piräus beim routinierten Italiener überhandnahmen, war verständlich. Seine Schützlinge hatten nämlich nicht nur für ein irres Basketball-Spektakel gesorgt, sondern sich auch die Chance auf den großen Coup in der Euroleague erhalten. Und der wäre für den deutschen Meister dann tatsächlich historisch.

Durch den vierten Sieg im zehnten Zwischenrundenspiel können die Bamberger weiterhin das Viertelfinale erreichen, in das die besten vier Teams der Achtergruppe aufsteigen. Das Comeback gegen den dreimaligen Champion der Basketball-Königsklasse in den letzten zwei Minuten macht Mut für die entscheidenden Spiele. Da bleibt Bamberg weiter Außenseiter, etwa gegen die Moskauer Titelanwärter Chimki und ZSKA in den anstehenden Heimspielen und auch auswärts beim FC Barcelona. Zum Schluss kommt Laboral Vitoria Gasteiz aus dem Baskenland nach Bamberg.

"Wir sind zwar immer noch in der Hölle, aber wir laufen weiter", sagte Trinchieri. "Wir haben nie aufgegeben und uns das Beste zum Schluss aufgehoben." Und da hatten die Bamberger nach den späten Enttäuschungen gegen Real und Kaunas das bessere Ende für sich.

Mit einem einstudierten Spielzug und einem Drei-Punkte-Wurf von Janis Strelnieks 4,6 Sekunden vor der Schlusssirene drehte Bamberg noch das Match, das 1:50 Minuten zuvor bei einem Sechs-Zähler-Rückstand schon verloren schien. "Das Team hat in meinen Wurf vertraut, also musste auch ich Vertrauen haben", sagte der Matchwinner. "Es gab nicht viel nachzudenken." Eine Woche zuvor hatte der Lette in Kaunas noch den entscheidenden Korbleger vergeben. Diesmal behielt er die Nerven.

Der entscheidende Pass nach außen war von Spielmacher Brad Wanamaker gekommen, der mit elf Punkten neben Leon Radosevic Topscorer der Gastgeber war. Vor 6800 Zuschauern reichten den Griechen, die das Hinspiel 72:77 verloren hatten, Georgios Printezis' 19 Punkte nicht.

"Mich freut es für meine Spieler. Mich freut es für unsere Fans. Sie waren heute großartig. Wir haben es geschafft, gegen einen starken Gegner zurückzukommen", sagte Coach Trinchieri. Was mit ihm wohl passiert, wenn Bamberg nun sogar in der Gruppentabelle zurückkommt?

dpa

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