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Goodbye, old friend: Der Brexit-Liveticker zum Nachlesen

Austritt nach 43 Jahren Goodbye, old friend: Der Brexit-Liveticker zum Nachlesen

Nach über 40 Jahren wollen die Briten als erstes Land überhaupt die Europäische Union verlassen. Eine Mehrheit von rund 52 Prozent der Stimmen sprach sich für den Brexit aus, den Austritt aus der Europäischen Union. Die Ereignisse am Freitagvormittag zum Nachlesen.

Jubel im Lager der Nationalisten, Fassungslosigkeit bei Premierminister David Cameron: Großbritannien wählt offenbar den Brexit.

Quelle: dpa

London. Nach über 40 Jahren wollen die Briten als erstes Land überhaupt die Europäische Union verlassen. Eine Mehrheit von 51,9 Prozent der Stimmen sprach sich für den Brexit aus, lediglich 48,1 Prozent für den Verbleib. Insgesamt votierten 17.410.742 Wähler für eine Ende der britischen Mitgliedschaft in der Europäischen Gemeinschaft, 16.141. 241 wollten dabei bleiben, meldete die BBC unter Berufung auf das vorläufige Endergebnis.

Brexit - Großbritannien verlässt die EU

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Die Europäische Gemeinschaft mit bisher 28 Staaten wird damit in die schwerste Krise ihrer Geschichte gestürzt. Die politischen und wirtschaftlichen Folgen für Großbritannien könnten schwerwiegend sein. Aktien britischer Unternehmen stürzten am Morgen ab , das Pfund Sterling erreichte den tiefsten Stand seit 1985. Politische Kräfte in Nordirland und in Schottland machten sich noch vor Bekanntwerden des Ergebnisses für eine Abspaltung von Großbritannien und den Verbleib in der EU stark. Schotten und Nordiren hatten mehrheitlich für den Verbleib in der EU votiert. Mehr zum Thema: Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexit.

Die Wahlbeteiligung lag bei 72,2 Prozent , zuvor hatten sich 46,5 Millionen Wähler für die Abstimmung registriert. Das Referendumsgesetz legt streng genommen nicht fest, dass Großbritannien auch wirklich aus der EU austreten muss. In der Praxis jedoch hätte das Parlament wohl keine Wahl.

Der britische Premierminister David Cameron hat seinen Rücktritt für Oktober angekündigt. Er zog damit am Freitag die Konsequenzen aus seiner Niederlage beim EU-Referendum für einen Brexit.

Politiker aus der ganzen Welt, der Internationale Währungsfonds (IWF), Wirtschaftsverbände und Banker in London und in Festland-Europa hatten immer wieder vor dem Brexit gewarnt. Sie fürchteten im Falle eines Austritts globale Turbulenzen in der Wirtschaft und auf den Finanzmärkten. Auch deutsche Unternehmen waren besorgt.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zeigte sich enttäuscht über den Ausgang des Brexit-Referendums. „Die Nachrichten aus Großbritannien sind wahrlich ernüchternd.“, sagte Steinmeier am Freitag in Berlin. Der SPD-Politiker wird am Freitag zu einem EU-Ministertreffen in Luxemburg erwartet, bei dem über die Folgen des Referendums beraten werden soll. Am Samstag kommen in Berlin die Außenminister der sechs EU-Gründerstaaten (Deutschland,Frankreich, Italien und die Benelux-Länder) zusammen.

In Sachsen zeigten sich die Verantwortlichen ebenfalls geschockt. Die Schlussfolgerungen für das künftige Handeln der EU bei Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) und Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) waren allerdings unterschiedlich. Tillich forderte mehr Eigenverantwortung für die EU-Mitglieder, Dulig warnte vor mehr Nationalstaatlichkeit. Mehr zum Thema: Unterschiedliche Brexit-Reaktionen aus Sachsen: Mehr oder weniger Nationalstaat?

 

 

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