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Bilderberg-Konferenz in Dresden: Das Netz amüsiert sich

Gegenproteste bisher mit wenig Resonanz Bilderberg-Konferenz in Dresden: Das Netz amüsiert sich

Weiterhin gibt es keine wirkliche große Resonanz auf die zahlreichen Gegenkundgebungen zu der seit Donnerstag in Dresden stattfindenden Bilderberg-Konferenz. Dafür amüsiert ein Vorfall mit Brot im Netz.

Anti-Bilderberg-Demonstranten mit Compact-Plakaten.
 

Quelle: fs

Dresden.  Weiterhin gibt es keine wirkliche große Resonanz auf die zahlreichen Gegenkundgebungen zu der seit Donnerstag in Dresden stattfindenden Bilderberg-Konferenz. Dafür amüsiert ein Vorfall mit Brot im Netz.

Am Donnerstag war ein 32-jähriger Brite in Gewahrsam genommen worden, dessen Drei-Pfund-Brot als Wurfgeschoss hätte dienen können. So zumindest die Meinung der Polizei, die den Mann vergeblich dazu bewegen wollte, sich vom Sicherheitszaun zu entfernen. Im Internet finden sich Spott und Backwerk-Metaphern: „Brot tötet Menschen! Stoppt Brot jetzt! #Bilderberg #Glutenunverträglichkeit“, „Kampfbrote zu Pflugscharen“, „Jeder kennt den Hamburger Kessel, aber was ist mit dem Dresdner Brotkasten?“ – um nur einige der witzigen Wortspiele zu nennen.

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Bilderberg-Konferenz in Dresden am Sonnabend

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Die zahlreichen Gegenkundgebungen zogen wie bereits am Donnerstag und Freitag auch am Sonnabend bis zum Nachmittag keine wirklich große Teilnehmerschar an. Dafür entsteht mitunter Verwirrung, wenn die Protestgrüppchen aufeinander treffen. So positionierten sich auf dem Dresdner Neumarkt kurzzeitig einige Demonstranten mit Plakaten der als rechtspopulistisch eingeordneten Zeitschrift Compact vor der sich im Aufbau befindlichen Bühne der Lovestorm people. Letztere verstehen sich als Gegenentwurf zum Internetphänomen Shitstorm und wollen Liebe und Frieden verbreiten. Deren Aktion „Bilder gegen Bilderberg“ wird am Sonntag mit einem Rekordversuch fortgesetzt. Mindestens 12.000 Menschen sollen sich um 16 Uhr zur weltgrößten Formation in Herzform aufstellen.


Um 11 Uhr hatte außerdem die AfD zu ihrer Anti-Bilderberg-Demo auf den Postplatz gerufen. Die Veranstaltung mit mehr als einhundert Teilnehmern wurde von den Organisatoren vorzeitig beendet, angemeldet war die Kundgebung bis 14 Uhr. Einige zogen noch in Richtung Theaterplatz und Elbe. Rund um den abgesperrten Konferenz-Ort wurden am Sonnabend außerdem Tatjana Festerling und Edwin Wagenveld von Pegida sowie Kathrin Oertel, die Pegida mitgründete und später ausstieg, gesichtet. Einem Demonstrationszug mit Kundgebungen von Endgame (Engagierte Demokraten gegen die Amerikanisierung Europas) über Postplatz und Dr.-Külz-Ring folgten am Nachmittag etwa 100 Teilnehmer.

Während rund um das Taschenbergpalais der Gegenprotest also weiter vor sich hin köchelt, dringt erwartungsgemäß nichts von dem nach draußen, was die Bilderberg-Konferenz-Teilnehmer im Inneren besprechen.

Von Franziska Schmieder

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Treffen im Taschenbergpalais

Auch am zweiten Tag des umstrittenen Bilderberg-Treffens in Dresden halten sich Protest und Andrang in engen Grenzen. Lediglich zwei Versammlungen auf Post- und Theaterplatz sind für Freitag angemeldet, die Schaulustigen um das Taschenbergpalais sind weitgehend verschwunden.

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