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Bei den DVB rollt im Advent alles, was Räder hat

Hier fährt der Chef noch selbst Bei den DVB rollt im Advent alles, was Räder hat

„In der Adventszeit fährt bei uns alles, was Räder hat“, bringt es DVB-Sprecher Falk Lösch auf den Punkt. Denn der Dezember ist traditionell der „Brot- und Buttermonat“ in Sachen Öffentlicher Personennahverkehr. Die Fahrgastzahlen explodieren, das Angebot muss angepasst werden und jeder, der Bus oder Bahn fahren darf, springt mit ein. Da bildet auch der Chef keine Ausnahme.

Mindestens einmal im Monat tauscht DVB-Vorstand Lars Seiffert Bürostuhl gegen Straßenbahnsitz.
 

Quelle: Carola Fritzsche

Dresden.  „In der Adventszeit fährt bei uns alles, was Räder hat“, bringt es Falk Lösch, Pressesprecher der Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB), auf den Punkt. Denn der Dezember ist traditionell der „Brot- und Buttermonat“ in Sachen Öffentlicher Personennahverkehr. Die Fahrgastzahlen explodieren, das Angebot muss an den Bedarf angepasst werden und jeder, der Bus oder Bahn fahren darf, muss mit einspringen. Da bildet auch der Chef keine Ausnahme.

Rund 550 000 Fahrgäste transportieren die Dresdner Verkehrsbetriebe an einem normalen Werktag. Im Advent klettert diese Zahl schnell auf bis zu 700 000 Bus- und Bahnnutzer. Statt der üblichen 150 Züge kommen deshalb rund zehn mehr zum Einsatz, um die Dresdner wohlig warm zum Weihnachtsmarkt oder zum Shopping zu bringen. „Mehr Züge bedeuten auch mehr Fahrer. Deshalb haben wir etwa 20 Dienste mehr zu vergeben“, sagt Lars Seiffert, Vorstand Betrieb und Personal. Ein erheblicher Zuwachs, der vor allem eines bedeutet: Alle, die eine Fahrberechtigung haben, fahren. Und das trifft auch auf Seiffert zu, weshalb er ohne Zögern den Schreibtischstuhl gegen den Straßenbahnsitz tauscht.

Am Sonnabend zum Beispiel wird er die Linie 20 vom eigens eingerichteten Park+Ride-Parkplatz an der Flutrinne gen Postplatz lenken. Um die Innenstadt vom Verkehr zu entlasten, können alle Autofahrer jeden Sonnabend im Advent ihren Wagen von 9 bis 22 Uhr auf dem Messeparkplatz P7 abstellen. Der bietet Platz für mehr als 1200 Fahrzeuge. „Die Fahrtzeit bis zum Postplatz beträgt nicht mal zehn Minuten. Besser geht es wirklich nicht“, meint Lösch. Das Angebot gilt zudem für den kommenden Sonntag, wenn die Läden im Zentrum sowie im Elbepark ihre Türen öffnen.

„Ich freue mich, wenn die Bahnen voll sind“, sagt Seiffert. Denn alles, was zur Entlastung der Innenstadt beitrage, sei perfekt. An das Bahnfahren gewöhnen, muss er sich nicht: „Das ist wie Fahrradfahren oder Schwimmen. Man verlernt es nicht.“ Zudem gelte die Regel, dass jeder mit Fahrberechtigung mindestens einmal im Vierteljahr einen Dienst übernimmt, um „drin zu bleiben.“ Seiffert selbst versucht sogar, jeden Monat über alle Linien hinweg aktiv zu bleiben. Auch, weil ihm das Fahren neue Erkenntnisse vermittelt: „Man bekommt einen neuen Blick auf das Produkt. Etwas auf Papier zu planen, ist schön und gut. Aber es selbst zu erleben, ist eine ganz andere Nummer.“

Auf Papier geplant haben die DVB-Vorstände auch den zusätzlichen Einsatz von Tatra-Bahnen, um der Nachfrage Herr zu werden. Seit dieser Woche sind deshalb auf den Linien 3, E4, 11 und 8 auch die traditionsreichen Wagen im Einsatz. Unterstützung erhält die DVB AG zudem von der TU Dresden. 50 studentische Hilfskräfte fahren aktuell mit Straßenbahnen durch die Stadt. „Gerade, wenn der Adventverkehr brummt, ist das eine super Ergänzung“, fasst es Seiffert zusammen.

Von Christin Grödel

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