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Sachsens Brauereien präsentieren sich auf der Prager Straße

Ein Probebierchen auf die Einheit Sachsens Brauereien präsentieren sich auf der Prager Straße

Eine Party zur Deutschen Einheit ohne Bier aus Sachsen – undenkbar. Also präsentieren sich vom 1. bis 3. Oktober auch die Brauereien des Freistaats auf der Festmeile. Im zelt auf der Prager Straße können Gäste zwischen 16 und 20 verschiedene Sorten verkosten.

Agnes-Sofie Pasemann (22) ist Hopfenkönigin der Dresdner Brauerschule und wird an zwei Tagen die Gäste des sächsischen Bierzeltes mit der Vielfalt der hiesigen Braukunst vertraut machen.
 

Quelle: B.Stock

Dresden. Hopfenkönigin Agnes-Sofie Pasemann (22) weiß so ziemlich alles über Bier. Na sagen wir fast alles, denn sie ist erst im zweiten Lehrjahr an der einzigen Brauerschule im Osten auf der Dresdner Canalettostraße. Bei der großen Party zur deutschen Einheit wird sie viel über Bier reden, denn sie soll im Festzelt der sächsischen Brauer, das auf der Prager Straße aufgebaut ist, Fragen von Gästen beantworten. „Das mache ich gern“, sagt die 22-Jährige unter ihrer Hopfenkrone und drapiert sich effektvoll vor einer Wand aus gelben Bierkästen.

Die Staatskanzlei hatte beim Sächsischen Brauerbund angefragt, ob er sich nicht an der Ausgestaltung des Festes beteiligen will, erzählt die Geschäftsführerin des Vereins, Barbara Sarx-Lohse. Viele der 61 Brauereien im Freistaat wollten mitmachen, „herausgekommen ist eine Art Probiererlebnis“. „Wir wollten kein klassisches Bierzelt aufbauen“, sagt Sarx-Lohse. Also habe man auf der Suche nach einer Idee in der Ausstellung zu 1000 Jahren Bier in Sachsen auf der Meißner Albrechtsburg gewildert und einiges in das Zelt in der Dresdner City verfrachtet.

 Hier nun können die Gäste der Einheitsfeiern täglich von 11 bis 22 Uhr ziemlich viele Informationen über sächsische Braukunst einsammeln, aber auch testen, ob ihnen die Kunst wirklich schmeckt. Mit einem Ticket für 9 Euro (plus 1 Euro Pfand) haben Besucher die Möglichkeit, zehn verschiedene Biere in Probiergläschen zu verkosten. „Wir werden wechselnd 16 bis 20 Sorten im Angebot haben“, so Barbara Sarx-Lohse und hofft inständig, dass die herbeigeschafften Vorräte bis Montagabend reichen. An Nachschub innerhalb der stark abgeschirmten Partymeile denkt wohl keiner der Veranstalter mit viel Freude...

Dass der Freistaat wegen einer Beteiligung nachgefragt hat, findet Sarx-Lohse nachvollziehbar. Schließlich seien Sachsens Brauer mit einer Pro-Kopf-Produktion von 200 Litern bundesweit Spitzenreiter – noch vor Bayern (178 l) und Nordrhein-Westfalen (136 l) . Und im Ländervergleich liege man bei der hergestellten Menge immerhin auf Rang drei. Im vergangenen Jahr – „einem Spitzenjahr“, wie es die Brauerbund-Chefin formuliert – hatten die 61 sächsischen Brauereien 8,5 Millionen Hektoliter Bier produziert. In diesem Jahr hatte man einen solchen Wert nach den miesen Ergebnissen im Juni und Juli schon fast abgeschrieben. Doch das Sommerwetter im August und September habe neue Hoffnungen geweckt, dass sich das laufende Jahr doch noch mit 8,3 bis 8,5 Millionen Hektolitern abschließen lasse.

http://www.brauerbund-sachsen.de/

Von Barbara Stock

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