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Protest gegen Einheitsfeiertag von Rechts- und Linksaußen

3. Oktober Protest gegen Einheitsfeiertag von Rechts- und Linksaußen

Der Einheitsfeiertag in Dresden wird aller Voraussicht nach nicht ungestört über die Bühne gehen. Dafür wollen Gegner von Rechts- wie Linksaußen sorgen. Zahlreiche Störaktionen sind angekündigt.

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Ein langer Verhaltenskodex soll die Besucher des Bürgerfestes sensibilisieren. Doch nicht alle werden sich daran halten.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Der Einheitsfeiertag in Dresden wird aller Voraussicht nach nicht ungestört über die Bühne gehen. Dafür wollen Gegner von Rechts- wie Linksaußen sorgen. Zahlreiche Störaktionen sind angekündigt. So wollen zum einen Pegida und Co. Die offiziellen Zeremonien in der Stadt stören. Vor allem in den sozialen Netzwerken gibt es detaillierte Aufrufe. Pegida will dazu auch unzählige Trillerpfeifen verteilen. Die sind allerdings auf dem Festgebiet nicht erlaubt. Der Veranstaltungskodex, der bereits an zahlreichen Stellen der Innenstadt aushängt, nennt Trillerpfeifen bei unerwünschten und nicht erlaubten Gegenständen. Bis zum frühen Nachmittag ist von Störungen von Rechts auszugehen, danach werden sich die selbsternannten Patrioten ihren eigenen Veranstaltungen zuwenden. Sowohl gegen Pegida am Rand der Innenstadt als auch gegen die „Festung Europa“ am Blauen Wunder sind Protestveranstaltungen angezeigt. Während beim Protest gegen Lutz Bachmann und Co. Der Ort noch nicht bekannt ist, gibt es am Blauen Wunder schon mehr Infos: hier soll es ab 14.45 Uhr auf dem östlichen Fußweg der Brücke eine bunte Menschenkette gegen Tatjana Festerlings „Festung Europa“ geben. Organisator des Protestes ist hier der Ortsverein Loschwitz-Wachwitz. Weniger klar ist, wann und wo mit linken Störaktionen zu rechnen ist. Zu denen ruft das nach eigener Angabe „lokale linksradikale Bündnis“ „Solidarity without Limits“ auf. Sprecherin Conny Runge sprach am Freitag von „buntem und lautstarken“ Protest, von „coolen, kreativen Sachen“ auf dem Gebiet des Einheitsfestes. Die seien aber nicht koordiniert, vielmehr sollen die Anhänger des Bündnisses hier selbst aktiv werden und die Einheitsparty „crashen“. Das heißt im besten Fall stören, wird allerdings teils auch mit Gewalt assoziiert. Darauf angesprochen, antwortete Bündnis-Sprecherin Runge nur ausweichend. Man könne den Leuten nicht vorschreiben, was sie zu tun oder zu lassen haben. Ein klares Bekenntnis gegen Gewalt oder Sachbeschädigung gab es nicht. Das Bündnis selbst plant für den 3. Oktober eine eigene Kundgebung am Albertplatz, die sich am dritten Jahrestags des Bootsunglücks vor Lampedusa vor allem mit der Flüchtlingsproblematik beschäftigen soll. Bereits am Sonntagnachmittag will „Solidarity without Limits“ in der Stadt demonstrieren. Ab 16 Uhr soll es vom Fritz-Förster-Platz an der TU Dresden über die Budapester Straße, vorbei am Postplatz, weiter über die Marienbrücke bis zum Albertplatz gehen. Damit wolle man die „radikale Kritik lautstark auf die Straße tragen“, so die Sprecherin. S. Lohse

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