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Nach Anschlägen: Dresdner Polizei ab sofort im Einsatzmodus zum 3. Oktober

Einheitsfeier Nach Anschlägen: Dresdner Polizei ab sofort im Einsatzmodus zum 3. Oktober

Nach den Anschlägen am Montag in Dresden ist die Polizei ab sofort im Einsatzmodus für den Einheitsfeiertag. Wie Polizeichef Kretzschmar mitteilte, werden Objektschutz, Streifen und Kontrollen verstärkt. Zudem gilt ein Kontrollbereich in der Innenstadt.

Nach den beiden Sprengstoffanschlägen am Montagabend in Dresden ist die Polizei ab sofort im Einsatzmodus für den Einheitsfeiertag
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden. Nach den beiden Sprengstoffanschlägen am Montagabend in Dresden ist die Polizei ab sofort im Einsatzmodus für den Einheitsfeiertag. Wie Dresdens Polizeichef Horst Kretzschmar am Dienstag mitteilte, werden Objektschutz, Streifen und Kontrollen ab sofort verstärkt. Zudem gilt ab sofort der zuvor definierte Kontrollbereich in der Innenstadt.

Kontrollbereich bis zum 3. Oktober

Marienbrücke, Kleine Marienbrücke, Hainstraße, Theresienstraße, Albertplatz, Bautzner Straße, Albertplatz, Albertstraße, Carolaplatz, Carolabrücke, Elbufer, gedachte Verlängerung Rietschelstraße, Rietschelstraße, Ziegelstraße, Steinstraße, Pillnitzer Straße, St. Petersburger Straße, Pirnaischer Platz, St. Petersburger Straße, Georgplatz, St. Petersburger Straße, Wiener Platz, Am Hauptbahnhof, Bayrische Straße, westliche Gebäudeseite Hauptbahnhof, Wiener Platz, Reitbahnstraße, Dippoldiswalder Platz, Am See, Annenstraße, Hertha-Lindner-Straße, Am Queckbrunnen, Am Schießhaus, An der Herzogin Garten, Ostra-Allee, Könneritzstraße und Marienbrücke

Bis zum 3. Oktober will die Polizei rund 2600 Beamte einsetzen. Darunter sind 700 Beamte aus Sachsen sowie zahlreiche Polizisten aus anderen Bundesländern und von der Bundespolizei. Zudem stehen über 100 Spezialkräfte in Dresden bereit.

Für das Bürgerfest, bei dem vom 1. Bis zum 3. Oktober rund 750.000 Besucher erwartet werden, setzt Kretzschmar auf einen Mix aus Zivilbeamten, stichprobenartigen Kontrollen sowie möglichst vielen uniformierten Kräften, um das Sicherheitsgefühl der Menschen zu steigern. Ein Rucksackverbot, wie es während des Stadtfestes im August auf einer Teilfläche galt, gibt es am Wochenende und am Montag nicht. Kretzschmar sagte aber, es sei gut, auf große Taschen zu verzichten. Mit technischen Mitteln soll das verbotene Aufsteigen von Drohen verhindert werden.

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Am 1. Oktober beginnen die zentralen Feierlichkeiten rund um den Tag der Deutschen Einheit in Dresden. Um die Veranstaltung sicherer zu machen, lässt der Freistatt seit Freitag Betonblöcke am Königsufer verlegen

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Für die vier Protokollveranstaltungen im Verkehrsmuseum, der Semperoper, der Frauenkirche und im Kongresszentrum kündigte der Dresdner Polizeichef mehrere mit Gittern abgegrenzte Kontrollbereiche an. Neben dem offiziellen Bereich, in den nur geladene Gäste kommen, werde auch der Besucherbereich nur über Kontrollpunkte zugänglich sein, um das Mitführen von Waffen oder anderen verbotenen Gegenständen zu verhindern. In der Nähe dieser Orte werden auch sogenannte Interventionsteams stationiert. Das sind schwer bewaffnete Polizisten, die im Notfall schnell an Ort und Stelle sein können.

Zudem riegelt die Polizei das Festgelände seit Tagen mit insgesamt 1400 Betonquadern ab. Die „Nizza-Sperren“, wie es Kretzschmar nannte, sollen verhindern, dass mögliche Terroristen wie im französischen Nizza mit Autos auf das Gelände kommen. Durch die hohe Zahl an Politikern, die Wertigkeit der Feier und die große Besucherzahl sei das einheitsfest durchaus ein Anschlagsziel. Es gebe aber keine konkrete Gefährdung, stellte Kretzschmar klar.

Kontakttelefon für Bürger

Kontakttelefon: (0351) 483-3000
26.09.2016 bis 30.09.2016:    10.00 Uhr bis 19.00 Uhr
01.10.2016:                        10.00 Uhr bis 22.00 Uhr
02.10.2016:                        10.00 Uhr bis 22.00 Uhr
03.10.2016:                        10.00 Uhr bis 19.00 Uhr

Stadt und Polizei gehen derzeit von neun Kundgebungen und Demonstrationen aus, die am Sonntag und am Montag stattfindet. Dazu gehören unter anderem auch die Protestveranstaltungen der Initiative „Festung Europa“ von Ex-Pegida-Mitglied Tatjana Festerling und der Pegida-Aufmarsch selbst. Beide finden am Montag statt. Auf DNN-Nachfrage bestätigte das Ordnungsamt der Stadt, dass sich die Pegidisten auf dem Busparkplatz an der Ammonstraße treffen und von dort zum Skaterpark an der Lingnerallee laufen. „Unsere Handlungen werden sich gegen die Störer von Versammlungen richten“, machte Kretzschmar klar, dass gegen die neun angekündigten Demos und Aufzüge aus Sicht der Polizei nichts einzuwenden ist. Die Beamten seien auch auf „kreative Aktionen aus Versammlungen des linken Spektrums“ vorbereitet, so der Polizeipräsident weiter.

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) riefen die Dresdner auf, trotz der Anschläge an der Feier teilzunehmen. Ulbig hofft auf ein klares Zeichen, dass die überwiegende Zahl der Dresdner friedlich und weltoffen ist. "Wir sollten feiern", sagte auch Hilbert. Alles andere gebe nur den Hetzern Aufwind.

Von sl/cs

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