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500 000 Besucher zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden erwartet

4,5 Millionen Euro für drei tolle Tage 500 000 Besucher zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden erwartet

Mit dem Vorsitz im Bundesrat ist der Freistaat Sachsen in diesem Jahr Ausrichter der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit. Und hat sich für Dresden als Veranstaltungsort entschieden. 500 000 Besucher werden vom 1. bis 3. Oktober erwartet.

Gute Gastgeber: Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert, DVB-Vorstand Lars Seiffert und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (v.l.).
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  „Das passt doch wunderbar“, findet Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), wenn er an das diesjährige Motto der Dresden Marketing GmbH (DMG) denkt: Gemeinsam feiern. Denn das hat sich sicher auch der Freistaat Sachsen auf die Fahne geschrieben, der mit dem Vorsitz im Bundesrat in diesem Jahr Ausrichter der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit ist. Und die finden in der Landeshauptstadt statt. Vom 1. bis zum 3. Oktober werden 500 000 Besucher zu einem bunten Bürgerfest erwartet. 4,5 Millionen Euro lässt sich der Freistaat das kosten.

Im Mittelpunkt des Veranstaltungskonzeptes steht die Altstadt, um Dresden „von seiner schönsten Seite zu zeigen“, wie es Hilbert formuliert. Herzstück des Bürgerfestes wiederum ist die Ländermeile entlang der Wilsdruffer Straße. Hier präsentieren sich alle 16 Bundesländer. Der Freistaat lädt auf eine Entdeckungstour in die Themenwelten Kunst und Kultur, Wirtschaft und Innovation, Wissenschaft und Forschung sowie Menschen und Heimat ein. Auf dem Altmarkt erwarten Bundesrat, Bundestag und Bundesregierung Dresdner und Gäste. Das zentrale Thema „Deutschland tanzt“ wird sich dabei durch alle Bereiche hindurch ziehen. „Wir möchten unsere Besucher auf dem Bürgerfest auch zum Tanz bitten und sie somit – gleich welcher Herkunft oder Sprache – zum Miteinander animieren“, sagt Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). National und international werde sich Sachsen als modernes, gastfreundliches und innovatives Bundesland im Herzen Europas präsentieren.

Geheimnisvoll gibt sich der Ministerpräsident, wenn es um den Abend des 2. Oktober geht. „Sobald es dunkel wird, wird es spannend.“ Nur so viel sei verraten: Mit einer multimedialen Inszenierung an der Elbe soll in den Nationalfeiertag reingefeiert werden. Der wird dann unter anderem mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Frauenkirche und einem Festakt in der Semperoper begangen, zu dem Bundespräsident Joachim Gauck erwartet wird. Das Geschehen in der Oper kann auf dem Theaterplatz verfolgt werden.

Dass Besucher am 2. Oktober nicht vor geschlossenen Läden stehen müssen, hat der Dresdner Stadtrat nach langen Diskussionen verhindert. Die Geschäfte auf dem Festgelände dürfen an diesem Sonntag ihre Türen öffnen. Die Stadt selbst präsentiert sich auf dem Rathausplatz und thematisiert dort unter anderem die Bewerbung um die Europäische Kulturhauptstadt sowie die Eröffnung vom Kraftwerk Mitte und dem Kulturpalast.

Und damit sich auch alle Dresdner auf das verlängerte Wochenende einstimmen können, ist ab Freitag auf allen Linien eine eigens gestaltete Straßenbahn im Stadtgebiet unterwegs. „Wir sind als Dresdner Verkehrsbetriebe Teil der Stadt und wollen deshalb auch als Gastgeber mit dabei sein“, erklärt DVB-Vorstand Lars Seiffert das Engagement, das nicht bei der Umgestaltung Halt macht. Um Platz für die Ländermeile zu machen, werden an allen drei Tagen keine Bahnen über die Wilsdruffer Straße fahren.

Aus dem Programm

Sonnabend, 1. Oktober
 
– ca. 14 Uhr: Offizielle Eröffnung des Bürgerfestes zum Tag der Deutschen Einheit mit dem Bundesratspräsidenten Stanislaw Tillich
– ca. 20 Uhr: Konzert auf dem Theaterplatz

Sonntag, 2. Oktober
 
– 15.30 Uhr: Kaffee sächsisch im Dresdner Zwinger – ganz Deutschland an einer Kaffeetafel
– ca. 21 Uhr: Multimediale Inszenierung an der Elbe zur Feier in den Nationalfeiertag

Montag, 3. Oktober
 
– 10 bis 11 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst in der Frauenkirche
– 12 bis 13 Uhr: Festakt in der Semperoper
– 13 Uhr: Empfang des Bundespräsidenten im ICC Dresden
– 18 bis ca. 21 Uhr: Abendveranstaltung „Danke Sachsen“ auf dem Theaterplatz
 
– an allen drei Tagen von 11 bis 20 Uhr: Bürgerfest in der Dresdner Innenstadt (Bühnen und Ländermeile haben teilweise länger geöffnet)

Von Christin Grödel

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