Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Google+
Familien-Unternehmen Apogepha will durch neue Urologie-Produkte unabhängiger von Preisdiktaten werden

Wirtschaftspreis Familien-Unternehmen Apogepha will durch neue Urologie-Produkte unabhängiger von Preisdiktaten werden

Das Dresdner Pharma-Unternehmen Apogepha wird in Zukunft neben neuen verschreibungspflichtigen Urologie-Medikamenten zunehmend auch frei verkäufliche pflanzliche Mittel entwickeln und anbieten. Das hat Sprecherin Steffi Liebig angekündigt.

Das Dresdner Pharma-Unternehmen Apogepha wird in Zukunft neben neuen verschreibungspflichtigen Urologie-Medikamenten zunehmend auch frei verkäufliche pflanzliche Mittel entwickeln und anbieten.

Quelle: Carola Fritzsche

Dresden. Das Dresdner Pharma-Unternehmen Apogepha wird in Zukunft neben neuen verschreibungspflichtigen Urologie-Medikamenten zunehmend auch frei verkäufliche pflanzliche Mittel entwickeln und anbieten. Das hat Sprecherin Steffi Liebig angekündigt.

„Zusätzlich zu verschreibungspflichtigen Medikamenten wollen wir unser Sortiment im Bereich nicht-verschreibungspflichtiger Produkte ausbauen und setzen dabei auf die arztgestützte Selbstmedikation“, sagte sie. Dazu gehörenzum Beispiel pflanzliche Präparate gegen Reizblasen und Prostatabeschwerden.

Das Familien-Unternehmen wolle sich damit unabhängiger von der Preisregulierung durch die gesetzlichen Krankenkassen machen, erklärte Liebig. Denn derzeit hängt ein Großteil des Umsatzes von der Medikamenten-Familie „Mictonorm“ gegen Harn-Inkontinenz ab. Deren Basis-Wirkstoff hatte der Betrieb noch zu DDR-Zeiten entwickelt. Durch neue Preisregeln sinken hier die Umsätze

Die Entwicklung ganz neuer Wirkstoffe überfordere aber heutzutage ein mittelständisches Unternehmen wie Apogepha, betonte die Sprecherin. Angesichts der nötigen Studien und der hohen Entwicklungsrisiken kalkulieren Pharma-Konzerne mittlerweile Kosten in Höhe von 500 bis 700 Millionen Euro für die Entwicklung eines neuen Wirkstoffs – weit mehr, als ein Mittelständler aufbringen kann.

War Apogepha zu DDR-Zeiten noch auf ein recht breites Medikamenten-Spektrum orientiert, spezialisierte sich die Firma bald nach der Reprivatisierung 1991 ganz auf urologische Produkte. Seitdem entwickelt der Betrieb vor allem neue, gut verträgliche Arzneiformen seiner Urologie-Medikamente, lizenziert aber auch verwandte Präparate anderer Unternehmen, um das eigene Produkt-Angebot zu erweitern. „Für die großen Konzerne in der Branche ist die Urologie oft ein zu kleiner Markt“, erläuterte Liebig. „Deshalb lizenzieren sie ihre Neuentwicklungen dann auch an uns, weil sie wissen, dass wir auf die Urologie spezialisiert sind.“ Zu den Lizenzprodukten gehören beispielsweise Mittel gegen Prostata-Krebs.

Insofern hat der Betrieb im hart umkämpften und kapitalintensiven Pharma-Markt eine Nische gefunden und besetzt. Die wirft zwar keine Riesenprofite ab, sichert aber Jobs und Wertschöpfung in Dresden. Apogepha werde seit Jahrzehnten – mit wenigen Unterbrechungen – von der Familie Starke geführt, sagte Liebig. „Für die Eignerfamilie steht langfristige Stabilität statt kurzfristiger Gewinnmaximierung im Vordergrund.“

Dazu gehört auch das Selbstverständnis als familienfreundliches Unternehmen: Apogepha hat eine eigene kleine Kita, zahlt Eltern Betreuungs-Zuschüsse und hat ein Sozialzimmer eingerichtet, in das Mitarbeiterinnen ihre Kinder mitbringen können, wenn sich kurzfristig ein Betreuungs-Notstand ergeben hat. Auch eine kleine Variante des aus DDR-Zeiten bekannten Haushaltstages gibt es: Mitarbeiter mit Vorschulkinder bekommen 2,5 bezahlte Stunden „Familienfreizeit“ pro Woche gewährt. Und diese Instrumente der Mitarbeiter-Bindung kommen gut an, sagt Steffi Liebig: „Die Fluktuation in unserer Belegschaft ist niedrig, die Betriebs-Zugehörigkeitszeiten sind dafür sehr lang.“

Von Heiko Weckbrodt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaftspreis So geht’s aufwärts“

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

"DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zusätzlich zu Ihrer Tageszeitung und dem Webangebot der DNN, das weiterhin kostenlos bleibt. mehr

Magicpaper

Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte für Ihr Smartphone oder Tablet-PC zur Verfügung! mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.